Rubriken-Boom zum Jahresstart :
Digitale Kleinanzeigen sorgen bei Springer für Wachstum

Digitalhaus Springer: 70,1 Prozent der Konzernerlöse stammen inzwischen aus dem Digitalgeschäft, es liefert im 1. Quartal 80,3 Prozent des Ebdita.

Text: Petra Schwegler

Springer profitiert vom Digitalgeschäft und wächst weiter.
Springer profitiert vom Digitalgeschäft und wächst weiter.

Axel Springer ist dank seines starken digitalen Kleinanzeigengeschäfts gut ins neue Jahr gestartet. Im Zeitraum Januar bis März ist das Medienhaus um 6,9 Prozent gewachsen und hat 773,5 Millionen Euro umgesetzt.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ist bei Springer zum Jahresauftakt um 16,3 Prozent auf 171,2 Millionen Euro gestiegen. Unterm Strich erhöht sich der Nettogewinn im 1. Quartal aufgrund eines Einmaleffektes im Zusammenhang mit dem Axel-Springer-Hochhaus um fast 90 Prozent auf 74,5 Millionen Euro.

"Treibender Faktor waren erneut die digitalen Geschäftsmodelle, insbesondere die Rubrikenangebote", heißt es in der Mitteilung vom Dienstagmorgen. 70,1 Prozent der Konzernerlöse stammen inzwischen aus dem Digitalgeschäft, es liefert 80,3 Prozent des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Und: Die Anzahl der Springer-Mitarbeiter ist zum Jahresstart um 525 auf 16.123 gestiegen.

Erfreulich habe sich das Nachrichtengeschäft entwickelt, dabei vor allem die Werbeumsätze der gedruckten Bild-Zeitung und die Digital-Ausgaben von Bild und Welt mit inzwischen einer halben Millionen Abonnenten, wie Vorstandschef Mathias Döpfner sagt. Auch die US-Webseite Business Insider und der europäischen Ableger der US-Publikation Politico entwickelten sich positiv. Genauere Zahlen etwa zu den einzelnen Umsätzen nennt Döpfner aber nicht.

So erwirtschaftete Springer im Segment News Media 351,5 Millionen Euro, 1,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Marketingbereich stiegen die Erlöse um 5 Prozent auf 118,1 Millionen Euro. Kräftig legten die Digitalanzeigen zu. Das Segment Classifieds Media verzeichnete ein Plus von 16,2 Prozent auf 290,2 Millionen Euro. 

Wie es weitergehen soll

Konzernchef Mathias Döpfner hält nach dem Jahresauftakt an den Zielen für 2018 fest. Demnach sollen die Erlöse auch weiterhin organisch im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Für das bereinigte Ebitda erwartet der Konzern einen Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Springer-Chef Döpfner kommentiert die Ergebnisse so: "Wir haben unsere digitalen Stärken im ersten Quartal erneut erfolgreich umgesetzt. Die Classifieds Media haben sich als profitabler Wachstumstreiber etabliert. Daneben zeigen auch unsere journalistischen Angebote eine deutlich positive Entwicklung."

ps/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.