Das neue Spiegel-Digital-Abo kann ähnlich wie bei Netflix monatlich gekündigt werden. Dennoch bleiben auch vom zweiten auf den dritten Monat zu deutlich mehr als der Hälfte der Abonnenten an Bord.

Facebook und in Teilen auch Instagram seien derzeit die wichtigsten Werbeplattformen für Abos, nicht etwa klassische Anzeigen, heißt es weiter. Spiegel +  schaltet auf den Plattformen bezahlte Anzeigen für einzelne Artikel  und wirbt so für eine relative geringe Investition relativ viele Probeabonnenten.

Apple ist ebenfalls eine starke Plattform - 2700 Leser haben direkt über Apple bestellt.  Über Google Play kamen nur knapp 800 Abos. In den beiden Stores gibt es bisher keinen Gratismonat, die Hürden sind also insgesamt höher.

Als wichtige Lehre für den Erfolg wertet das Spiegel+-Team auch den einfachen Aufbau des Angebots - die 20-Euro-Flatrate für alle digitalen Kernprodukte, daneben das Upgrade für die 25-Euro-Print-Online-Kombi sowie alle digitalen Zusatzmagazinen für 36 Euro. "Das ist ein für Leser nachvollziehbares Paket, in dem der Standardpreis als günstig erkennbar wird, " heißt es im Blogeintrag.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.