Ein Anwalt von ProSiebenSat.1 sprach von "freikaufen", Verleger hatten das Eyeo-Vorgehen vor einigen Monaten bereits als "Wegelagerei" bezeichnet. Die vorherige Instanz hatte die Klagen von "SZ" und ProSiebenSat.1 weitgehend abgewiesen. Dagegen legten die Medienunternehmen Rechtsmittel ein.

Der Blocker mit über 100 Millionen Nutzern ist vielen Medienunternehmen ein Dorn im Auge. Im Sommer 2016 erzielte der Springer-Verlag vor dem Oberlandesgericht (OLG) Köln einen Teilerfolg gegen Eyeo.

Im Hintergrund arbeiten indes Publisher und Werber an neuen Geschäftsmodellen oder Werbeideen, um die Werbeblockaden sinnvoll auszuhebeln.

ps/dpa


Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.