Führungspositionen in Medien :
"Hälfte der Macht für Frauen". Pro Quote legt die Latte höher

Pro Quote will mehr: 50 Prozent der Führungspositionen in deutschen Redaktionen sollen mit Frauen besetzt werden, auf allen Hierarchiestufen.

Text: Petra Schwegler

Der Verein Pro Quote will den Frauenanteil in Medienhäusern massiv erhöhen - über das 2012 geforderte Maß hinaus.
Der Verein Pro Quote will den Frauenanteil in Medienhäusern massiv erhöhen - über das 2012 geforderte Maß hinaus.

Der Verein Pro Quote fordert, die Hälfte der Führungspositionen in den deutschen Medien ab sofort mit Frauen zu besetzen. Pro Quote hat damit die Latte noch einmal höher gelegt. Bislang lautete die Forderung 30 Prozent.

Zur Begründung heißt es in der Ankündigung vom Dienstag: ”Aus dem Sport wissen wir: Ein fauler Muskel muss trainiert werden, damit er sich kraftvoll bewegt“, so die Pro-Quote-Vorsitzende Maren Weber. Aus diesem Grund laute das Ziel nun noch ambitionierter die "Hälfte der Macht".

Pro Quote Medien war vor fünf Jahren mit der Forderung an die Öffentlichkeit getreten, bis 2017 sollten 30 Prozent der Führungspositionen in deutschen Medien mit Frauen besetzen werden. Einige wenige Medien hätten das erreicht. Bei den Printmedien liege die Mehrheit teilweise weit unter dieser Forderung, so eine Bilanz. Wer wie abschneidet, das findet sich in dieser "bewegten" Bilanz

Der Verein hatte übrigens 2012 angekündigt, sich aufzulösen, sollte das Ziel erreicht werden. ”Wir wären gerne überflüssig, aber wir sind es leider nicht“, sagte Weber.

ps/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.