Casting-Show :
Harper's Bazaar ist neuer Partner von Germany’s Next Topmodel

ProSieben arbeitet bei der Castingshow Germany's Next Topmodel künftig mit Burda zusammen. Das Fashion-Magazin Harper's Bazaar nimmt die Gewinnerin aufs Cover.

Text: Lisa Priller-Gebhardt

Ab 2018 heißt es dann: "Nur eine schafft es auf das Cover der deutschen Harper's-Bazaar-Ausgabe"
Ab 2018 heißt es dann: "Nur eine schafft es auf das Cover der deutschen Harper's-Bazaar-Ausgabe"

Neuer Partner für Heidi Klums Show "Germany's Next Topmodel" wird das Luxus-Magazin Harper’s Bazaar aus dem Hause Burda. Der Hochglanztitel hat eine Medienpartnerschaft mit ProSieben abgeschlossen. Die kommende Gewinnerin der Castingshow, die nach Staffelende im Frühsommer 2018 feststeht, wird also dann die Titelseite des Burda-Magazins zieren. Auf dem Cover der deutschen Ausgabe erschienen in diesem Jahr unter anderem internationale Topmodels Joan Smalls, Martha Hunt oder Stella Maxwell. "Den gleichen High-Fashion-Anspruch werden wir an das Cover mit der Gewinnerin von Germany’s Next Topmodel haben und umsetzen", verkündet Harper’s Bazaar.

ProSieben hatte nach einem neuen Partner gesucht, nachdem der Sender und der langjährige Verbündete Cosmopolitan im Oktober verkündet hatten, die Kooperation nicht mehr fortzuführen. Cosmopolitan war seit dem Start der Show 2006 mit an Bord. Die Zusammenarbeit von ProSieben und der Bauer Media Group, die die deutsche Cosmo-Ausgabe herausgibt, wurde "aufgrund konzeptioneller Änderungen auf beiden Seiten" nicht fortgeführt, so das offizielle Statement der Häuser. Bei Cosmo wolle man sich stärker auf digitale Kanäle konzentrieren. Ein Grunde dürfte auch in der Auflagenstatistik zu finden sein: Laut IVW erzielten die Topmodel-Ausgaben lange Jahre einen kräftigen Ausschlag bei den Verkaufszahlen nach oben. Der Effekt verpuffte aber wieder. Zuletzt waren auch die Peaks nicht mehr so hoch.

Mehr Präsenz für Harper's Bazaar

Für Harper’s Bazaar ist die neue Partnerschaft auf jeden Fall eine Chance, bei den Leserinnen stärker ins Blickfeld zu rücken. Seit knapp vier Jahren ist die deutsche Ausgabe des Blattes nun auf dem Markt. Nach einem holprigen Start unter der Führung von Margit J. Mayer übernahm Kerstin Schneider Anfang 2015 das Magazin. Schneider, die zuvor bei Burdas Elle Fashion Director war, hat viel Erfahrung in der Branche: Vor ihrer Zeit bei Elle war sie unter anderem Creative Director bei Peek & Cloppenburg sowie Deputy Fashion Director bei der deutschen Vogue.

Im Mai 2016 holte Schneider die ehemalige Chefredakteurin von Marie Claire, Barbara Kraus, an Bord. Beide schafften es, den Einzelverkauf stabil zu halten; die Aboauflage konnte in den vergangenen zwei Jahren sogar um zehn Prozent gesteigert werden. Die verkaufte Auflage betrug im dritten Quartal laut IVW zuletzt rund 65.000 Exemplare. Das sind zwar knapp 24 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, was aber am rigorosen Zurückfahren der Bordeexemplare von knapp 22.000 auf rund 600 Exemplare liegen dürfte. Wie auch immer: Es gibt noch Luft nach oben. Die Medienpartnerschaft mit GNTM dürfte auf jeden Fall helfen.

Eine weitere Kooperation läuft

Die Kooperation mit den Topmodels könnte Teil eines größeren Deals sein: Am 9. November lief auf ProSieben die neue Infotainment-Show "The Perfect Shot" an. In dem Format treten ein Nachwuchs-Fotograf und eine Influencerin gegeneinander an. Beide müssen innerhalb von drei Tagen ein perfektes Foto schießen. Zuvor bekommen sie ein Briefing, Kleidung und einige Accessoires. Ihr Ziel ist es, Kerstin Weng, Chefredakteurin des Burda-Titels InStyle, zu überzeugen. Dort erscheint dann auch das Siegerfoto. (lip/mp)


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.