Kooperation im Pay-TV :
HBO und Sky produzieren gemeinsam Serien

Im Team wollen HBO und Sky Nachfolger von Serien-Hits wie "Game of Thrones", "Sopranos" oder "True Detective" schaffen.

Text: Petra Schwegler

"Game of Thrones" aus dem Hause HBO setzte Maßstäbe - nach denen in der neuen Ehe mit Sky mehr produziert werden soll.
"Game of Thrones" aus dem Hause HBO setzte Maßstäbe - nach denen in der neuen Ehe mit Sky mehr produziert werden soll.

HBO und Sky tun sich im Pay-TV noch enger zusammen, um gemeinsam vor allem hochwertige Serien zu produzieren. Wohl auch eine Antwort auf die zunehmende Konkurrenz durch die expansiven Streamunganbieter wie Amazon Prime Video und Netflix, gehen die beiden Sendermarken eine weitere Partnerschaft ein. "Gemeinsames Serien-Powerhouse" lautet das Motto.

Bisher arbeiten Sky und HBO beim deutschen Abokanal-Joint-Venture Sky Atlantic HD zusammen, wo Serienhits wie "Game of Thrones", "True Detective" oder aktuell "Big Little Lies" zu sehen sind. Jetzt stehen 250 Millionen Dollar für Binge-Nachschub zur Verfügung.

Wie es in der Produktionsehe laufen soll

Die Details der mehrjährigen Kooperation, die am Donnerstagmorgen verkündet werden: Experten beider Unternehmen sollen für die Auswahl der Projekte verantwortlich sein. HBO und Sky seien "offen für alle Vorschläge der kreativen Fernsehschaffenden in den USA und Europa, die zu den programmlichen Strategien von HBO Nordamerika und der Marke Sky Atlantic in Europa passen", heißt es. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll so ein konstanter Produktionsoutput erreicht und mindestens zwei Dramaserien pro Jahr in Auftrag gegeben werden.

Die ersten gemeinsamen Projekte seien bereits in der Entwicklung, weitere Informationen dazu will das Duo in den kommenden Wochen liefern. 2018 soll eine erste gemeinsame Produktion zu sehen sein.

Den Kunden von Sky und HBO soll exklusiver Zugang "zu einigen der weltbesten TV-Produktionen im Bereich Drama" geboten werden, heißt es. Womit die Partner eine Einblick geben, was den Zuschauer erwartet. "Beide Unternehmen unterstreichen damit ihr Engagement kontinuierlich in Programminhalte zu investieren, für die sich ihre Kunden begeistern", heißt es weiter.

Wie es um Sky steht

Zeitgleich zur neuen Produktionsehe gab die Sky-Zentrale in London Zahlen fürs Unternehmen bekannt. Demnach kommt der deutsche Abo-TV-Ableger im etwas schwächelnden Gesamtkonzern weiter gut voran. In Deutschland und Österreich legte demnach der Umsatz 28 Prozent auf 1,38 Milliarden Pfund zu - ohne die Umrechnungseffekte betrug das Wachstum zehn Prozent.

Aktuell steht Sky innerhalb der Murdoch-Familie vor der Übernahme durch das US-Medienunternehmen 21st Century Fox. Der vom Medienmogul Rupert Murdoch dominierte Konzern hält bereits 39 Prozent an Sky und will den Rest für insgesamt 11,2 Milliarden Pfund übernehmen.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.