Heidi Klum, die an diesem Wochenende 40 Jahre alt wird, ist so, wie man sie seit acht Staffeln im "Topmodel"-Finale kennt: etwas hölzern. Die Stimme ist einige Oktaven zu hoch, das Kleid in neon-pink mit knallgelben Schuhen ist zumindest gewagt. Zwar schwebt sie mit ihren Juroren Thomas Hayo und Enrique Badulescu in einem Hubschrauber - dem "Heidikopter" - ein, das war es aber auch schon an Highlights.

Falls Lovelyn sich in der Show fragt, was ein "4-Elemente-Walk" soll, ein Foto-Shooting auf Stelzen oder warum sie mit einem seltsamen, gedrungenen Roboter über den Laufsteg stolzieren muss, dann lässt sie sich nichts anmerken. Die Begründung liefert sie kurz vor Schluss, als sie und die zweitplatzierte Maike vor dem Mannheimer Publikum ihre Vorzüge anpreisen müssen. "Ich habe so lange auf diesen Moment hingearbeitet", sagt sie. Und: "Ich habe immer gestrahlt. Von A bis Z habe ich alles mitgemacht mit meinen 16 Jahren."

Heidi lässt sich weder von feministischer Kritik, noch von mittelmäßigen Quoten von einer neunten Staffel abhalten - das Finale kam zwar auf einen Marktanteil von 22,5 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe, der Staffeldurchschnitt lag aber bei 16,2 Prozent. In der Werbepause sucht ProSieben schon wieder nach Bewerberinnen für den Titel des "Topmodels" 2014. (fm/dpa)



Franziska Mozart
Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.