VDZ Publishers' Summit :
Hubert Burda: "Wir brauchen keine Subventionen und kein Mäzenatentum" – aber Regeln

VDZ-Präsident Burda eröffnete den Publishers' Summit mit einer großen Portion Optimismus – für die Zeitschriften ebenso wie für die neuen Geschäftsfelder der Verlage.

Text: W&V Redaktion

02. Nov. 2015 - 2 Kommentare

VDZ-Präsident Hubert Burda: "Alles, was wir von der Politik fordern, ist ein Regelwerk, das fairen Wettbewerb in der digitalen Welt garantiert und professionellen Journalismus ermöglicht"
VDZ-Präsident Hubert Burda: "Alles, was wir von der Politik fordern, ist ein Regelwerk, das fairen Wettbewerb in der digitalen Welt garantiert und professionellen Journalismus ermöglicht"

VDZ-Präsident Hubert Burda nimmt Zweiflern den Stachel: "Wir blicken optimistisch in die Zukunft, sowohl für die Zeitschriften als auch für die neuen Geschäftsfelder. Wir sehen dem Wandel nicht nur zu, sondern gestalten ihn mit." Mit diesen Worten eröffnete Burda den VDZ Publishers' Summit 2015. Unter dem Motto "Freiheit, Vielfalt, Wettbewerb" trafen sich die Verleger der Publikumspresse, Fachmedien und der konfessionellen Presse, Journalisten, Werbungtreibende und Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Berlin.

"Alles, was wir von der Politik fordern, ist ein Regelwerk, das fairen Wettbewerb in der digitalen Welt garantiert und professionellen Journalismus ermöglicht", so die Botschaft des VDZ-Präsidenten. Konkret nannte Burda die Bereiche Urheberrecht, Datenschutz und Wettbewerbsrecht, in denen es deutliche Verbesserungen geben müsse, um gerechte Rahmenbedingungen für die Medienhäuser im internationalen Wettbewerb zu schaffen. "Wir brauchen keine Subventionen und kein Mäzenatentum, aber ein Level Playing Field", so Burda.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hob in ihrer politischen Keynote hervor, dass der Publishers' Summit jeden Bürger in Deutschland angehe: "Zeitschriften weiten den Horizont und helfen den Menschen, mündige Bürger zu werden." Die Freiheit der Presse sei kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Gleichzeitig müsse journalistische Arbeit wirtschaftlich erfolgreich sein, damit Vielfalt gewährleistet bleibe, so Merkel: Die Bundesregierung prüfe, wie Kartellerleichterungen für Anzeigen- und Werbekooperationen umgesetzt werden können.

Der Datenschutz dürfe aber nicht die Oberhand über die wirtschaftliche Datenverarbeitung gewinnen. Es sei wichtig, sagte Merkel, eine faire Wettbewerbssituation für alle Medien zu schaffen. Das Ausgabemedium sei kein entscheidendes Kriterium, sondern die Inhalte.

Nach der Bundeskanzlerin werden weitere Politiker wie Peter Altmaier, Monika Grütters und Martin Schulz beim Publishers' Summit und der Publishers' Night sprechen. Verlagsmanager wie Manfred Braun, Geschäftsführer Funke Mediengruppe, Duncan Edwards, President & CEO Hearst Magazines International, Julia Jäkel, CEO Gruner + Jahr, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung Vogel Business Media, Philipp Welte, Vorstand Hubert Burda Media, und Andreas Wiele, Vorstand Axel Springer SE, sind als Vortragsredner dabei.

Weitere Informationen rund um Publishers' Summit und Publishers' Night 2015 sind unter publishers-summit.de zu finden.


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2 Kommentare

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Anonymous User 3. November 2015

"...ein Level Playing Field"
Nichts wie hin, Herr Burda, denn sowas gibt's sicher in den USA.

Anonymous User 2. November 2015

Mündige Bürger würden niemals Frau Merkel wählen, deswegen braucht sie die Publisher...

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