Digitalexperte verstärkt Chefredaktion :
HuffPost-Macher Sebastian Matthes wechselt zum Handelsblatt

Sebastian Matthes kehrt von der HuffPost zurück zur Verlagsgruppe Handelsblatt - als Stellvertreter des Handelsblatt-Chefredakteurs und als Head of Digital.

Text: Petra Schwegler

Noch-HuffPost-Chefredakteur Sebastian Matthes kehrt nach Düsseldorf zurück.
Noch-HuffPost-Chefredakteur Sebastian Matthes kehrt nach Düsseldorf zurück.

Sebastian Matthes wird Digitalexperte beim Handelsblatt: Der 40-jährige Chefredakteur der deutschen HuffPost wechselt zum Wirtschaftsblatt und wird dort Stellvertreter von Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe und zugleich Head of Digital.

Spätestens im ersten Quartal 2018 zeichne Matthes vor allem für die journalistische Weiterentwicklung der digitalen Angebote des Handelsblatts verantwortlich, heißt es in der Ankündigung vom Dienstag. Der Handelsblatt-Chefredaktion gehören zudem die beiden stellvertretenden Chefredakteure Peter Brors und Thomas Tuma an.

Matthes soll nun in Düsseldorf die digitalen Angebote des Handelsblatts zusammen mit Gerrit Schumann, Chief Digital Officer der Verlagsgruppe Handelsblatt, und die Printausgabe des Handelsblatts inhaltlich und strategisch weiterentwickeln.

Was Sebastian Matthes ausmacht

Sebastian Matthes hat sich als Digitalexperte einen Namen gemacht, kennt aber auch die Verlagsgruppe VHB. Matthes ist seit Ende 2013 als Chefredakteur – und somit fast vom Start weg - für die deutsche Ausgabe der HuffPost verantwortlich, eines der reichweitenstärksten Portale in Deutschland.  Zuvor war er sieben Jahre beim VHB-Titel Wirtschaftswoche tätig - zunächst als Redakteur mit den Schwerpunktthemen Digitalisierung, Startups und Medien, seit 2008 leitete er das Ressort "Technik & Wissen". Sebastian Matthes hat unter anderem die Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten absolviert.

Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe gibt das Ziel aus, das Matthes im Visier haben sollte: "Mit ihm an der Spitze wollen wir unsere Bezahl-Modelle weiter ausbauen und unsere Leserinnen und Leser im Zeitalter der Digitalisierung informieren und inspirieren." Matthes empfindet es  als "schön, in ein Haus zurückzukehren, das in den vergangenen Jahren auf all seinen Kanälen von Print über Online bis hin zu Veranstaltungen an Journalismus als Geschäftsmodell glaubt, dementsprechend investiert und damit nicht aufhören wird".