Für die Inhalte des Neonazi-Zimmers ist die Buchautorin und Journalistin Andrea Röpke verantwortlich. "Um das Neonazi-Zimmer möglichst realitätsnah einzurichten, haben wir Informationen über polizeiliche Hausdurchsuchungen bei Neonazis zusammengetragen", sagt Röpke. Seit über einem Jahrzehnt dokumentiert sie zusammen mit einem kleinen Team Neonazi-Demonstrationen, beobachtet geheime Treffen und spricht mit Aussteiger/innen der Neonazis." Die wichtigsten Fragen bei dem Projekt waren: Wie sahen die Räume aus? Wie leben Nazis privat?" Vorbilder waren auch die Jugendzimmer der Mitglieder des NSU.

Der Sinn, der hinter der Aufklärung steckt: Nur wer Neonazis erkennt, ihre Strukturen und Strategien durchblickt, kann auch etwas gegen sie tun.

Laut den Machern hatte die Seite der ersten Tage schon über 30.000 Besuche auf der Seite. Und diese bleiben anscheinend auch länger: Sieben Minuten verweile der User im Schnitt auf dem Projekt, so Kubikfoto3-Chef Ole Leifels. Desktop-Nutzer bleiben sogar elf Minuten im Nazi-Zimmer.

 Es wurde in den sozialen Medien unter anderem von der Taggesschau, der Zeit, Deutschlandradio Kultur, Nordwestradio, Sat1, etc. geteilt.

Das interaktive Zimmer ist im Rahmen des vom Niedersächsischen Sozialministerium geförderten Projekts "Frauen im Rechtsextremismus" entstanden und hat neben den Jugendlichen auch Multiplikatoren der Jugendarbeit, im Sport, in der Schule sowie die Gleichstellungsbeauftragten und Beraterinnen bzw. Berater der Familienberatung als weitere Zielgruppen.


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W&V Redaktion
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