In der "New York Times" erschien am Sonntag ein Online-Bericht zu Reichelt und Springer, in dem es auch um die verhinderte Berichterstattung bei Ippen ging. Das Ganze löste intern bei Ippen wie extern große Kritik aus. In der Zwischenzeit erschienen Teile der Ippen-Recherche in einem Online-Bericht des "Spiegel". 

Entlassung am Montag 

Am Montag hatte der Medienkonzern Axel Springer nach Presserecherchen Bild-Chefredakteur Reichelt von seinen Aufgaben entbunden. In einem früheren internen Verfahren gegen ihn im Frühjahr war man zu dem Ergebnis gelangt, ihm eine zweite Chance zu geben. Damals standen nach Springer-Angaben im Kern der Untersuchung Vorwürfe des Machtmissbrauchs im Zusammenhang mit einvernehmlichen Beziehungen zu Mitarbeiterinnen sowie Drogenkonsum am Arbeitsplatz.  

Den Schritt am Montag, Reichelt von seinen Aufgaben zu entbinden, begründete der Medienkonzern so: "Als Folge von Presserecherchen hatte das Unternehmen in den letzten Tagen neue Erkenntnisse über das aktuelle Verhalten von Julian Reichelt gewonnen. Diesen Informationen ist das Unternehmen nachgegangen. Dabei hat der Vorstand erfahren, dass Julian Reichelt auch nach Abschluss des Compliance-Verfahrens im Frühjahr 2021 Privates und Berufliches nicht klar getrennt und dem Vorstand darüber die Unwahrheit gesagt hat." (dpa/st)



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Autor: W&V Redaktion

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