TV-Rechte :
Italienische Fußball-Liga könnte eigene TV-Kanäle launchen

Sky und Mediaset gehen bei der italienischen Serie A leer aus. Stattdessen bahnt sich bei den TV-Rechten eine Revolution an.

Text: Franz Scheele

Italiens Fußballverband Lega Calcio hat die italienischen Live-TV-Übertragungsrechte für die oberste Spielklasse Serie A an das spanische Multimedia-Unternehmen Mediapro vergeben. Der Deal mit einem Volumen von insgesamt 1,05 Milliarden Euro umfasst die drei Spielzeiten von 2018/19 bis 2020/21. Damit gehen die bisherigen Rechteinhaber Sky Italia und Mediaset Premium leer aus. Sie hatten für die Spielzeiten von 2015/16 bis 2017/18 insgesamt 945 Millionen Euro gezahlt.

Die Lizenzvergabe muss allerdings noch von der italienischen Kartellbehörde abgesegnet werden. Eine Entscheidung könnte innerhalb von 45 Tagen fallen. Branchenexperten spekulieren, dass Mediapro in Kooperation mit der Lega Calcio eigene TV-Kanäle speziell für die Serie A launchen könnte, wobei das redaktionelle Sagen beim Ligaverband selbst verbleiben würde.

Die neuen Liga-Kanäle könnten anschließend  an verschiedene Digital-Plattformen von Satelliten-TV-, Internet-, Videostreaming-, DVB-T- oder IPTV-Anbietern weitergereicht werden. Dies käme in Italien einer Revolution gleich, da die Live-Spiele der Serie A seit 25 Jahren exklusiv von den verschiedenen Pay-TV-Anbietern des Landes übertragen wurden.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.