Die Vorwürfe der Deutschen reihen sich in eine ganze Serie von Vorwürfen ein, die Dutzende Frauen gegen Weinstein erhoben haben. Der 66-Jährige ist mittlerweile wegen sechs Sexualdelikten angeklagt, die er bestreitet. Weinstein befindet sich gegen eine Kaution von einer Million Dollar auf freiem Fuß.

Die ersten Berichte über die Vorwürfe gegen den früheren Produzenten hatten im vergangenen Herbst die #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe ausgelöst, die sich weltweit ausgebreitet hatte. Eine der Haupt-Aktivistinnen der Bewegung, die italienische Schauspielerin Asia Argento (42), wehrt sich derzeit selbst gegen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs. Einen Bericht der "New York Times", demzufolge sie ihren jüngeren Schauspielkollegen Jimmy Bennett (22) missbraucht und ihm später Geld gezahlt haben soll, um eine Klage zu vermeiden, dementierte Argento.

Sie sei "zutiefst schockiert" über die "absolut falschen" Nachrichten und sprach von "Verfolgung". Sie habe nie irgendeine Form einer sexuellen Beziehung mit Bennett gehabt, wurde die Italienerin zitiert. Bennett hatte 2004 in dem Film "The Heart Is Deceitful Above All Things" Argentos Sohn gespielt.

Argento gab allerdings zu, dass sie Bennett Geld gezahlt habe. Er habe finanzielle Probleme gehabt und sie um eine große Summe gebeten. Gemeinsam mit ihrem damaligen Freund, dem TV-Koch Anthony Bourdain, der sich im Juni das Leben genommen hatte, habe sie dann entschieden, "mit Bennetts Bitte um Hilfe mitfühlend umzugehen und es ihm zu geben".

Die "New York Times" verteidigte ihre Berichterstattung. "Wir glauben an die Korrektheit unserer Darstellung, die auf verifizierten Dokumenten und mehreren Quellen basiert", sagte NYT-Sprecherin Danielle Rhoades Ha.


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W&V Redaktion
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