Wortinhalte gebündelt :
Jetzt kommt die Audiothek der ARD

Die Audio-App für ARD und Deutschlandradio kommt im Sommer. Was geboten wird – und welche Pläne die ARD für Audio noch so hat.

Text: Petra Schwegler

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Die ARD-Intendanten konnten in Frankfurt ein großes Audio-Paket schnüren.
Die ARD-Intendanten konnten in Frankfurt ein großes Audio-Paket schnüren.

ARD und Deutschlandradio bündeln eine Auswahl ihres Hörfunkangebots in der neuen App ARD-Audiothek. Wie bereits Ende 2016 angekündigt, sollen Nutzer vom Sommer an aus mehr als 60 Hörfunkwellen ein Wortprogramm nach eigenen Interessen zusammenstellen können.

Die besten Wortbeiträge, von Fiktion bis Information, kurzen Formaten für zwischendurch bis zu längeren Hintergrundsendungen, Kinder- und Familienangeboten bis zum klassischen Hörspiel, können auch offline genutzt werden. Dann, wenn keine Internetverbindung besteht.

Ein fortlaufender Stream versorgt den Nutzer mit seinen ausgewählten Themen. Zudem wird es redaktionelle Empfehlungen geben. Es wird Kategorien und Empfehlungen zu bestimmten Hörsituationen geben - wie Joggen oder Chillen. Fokus der App liegt aber auf wortbasierten Inhalten der Sender mit ausgewählten Audioproduktionen. Auch Podcasts sollen abonnierbar sein.

Wo die ARD-Audio-App laufen wird

Die App, eine Entwicklung von SWR, BR und Radio Bremen, ist den Angaben zufolge werbefrei und verursacht keine zusätzlichen Kosten. Sie kann mit Tablets und Smartphones mit den Betriebssystemen Android und iOS genutzt werden.

Damit steht eine weitere Teilnahme der ARD am Radioplayer, dem Radio-Aggregator im Netz aus privaten und öffentlich-rechtlichen Hörfunkangeboten, künftig auf der Kippe. Zwar wurde Ende 2016 der Vertrag bis Ende dieses Jahres verlängert. Eine weitere Teilnahme würde dann überprüft, kündigten ARD-Verantwortliche bei Bekanntgabe der ARD-Audio-App im November 2016 an.

Wie die ARD nun DAB+ weiter anschiebt

Apropos Audio: Die ARD hat auf ihrer Intendantenkonferenz auch über DAB+ beraten, Zufriedenheit über die Fortschritte bei Verbreitung sowie Reichweite gezeigt und eine neue Reklamewelle abgesegnet. Vom 2. Mai an starten ARD und Deutschlandradio auf allen Kanälen eine crossmediale bundesweite Marketingkampagne für DAB+ Radio. Dazu gehören Spots für Radio, Fernsehen und Internet sowie Bild-Motive für den Print- und Online-Einsatz.

Außerdem erhält DAB+ auch ein aussagekräftiges und auffälliges neues Logo, mit dem Rundfunkanbieter, Hersteller und Handel für den neuen Radiostandard werben wollen. Hier das neue Signet:

So tritt DAB+ in Zukunft auf.

Jeder siebte Einwohner über 14 Jahre kann inzwischen über DAB+ Radio hören. "Die ARD bekräftigt ihr Bekenntnis zu DAB+ und wird den Ausbau zügig vorantreiben", sagte ARD-Vorsitzende Karola Wille in Frankfurt. Während sich der Markt für Consumer-Elektronik im vergangenen Jahr leicht rückläufig entwickelte, verzeichneten Digitalradio-Empfänger innerhalb eines Jahres einen Stückzahlzuwachs um 21 Prozent auf knapp 1,2 Millionen Geräte. 

Was war sonst noch wichtig beim ARD-Treffen?

Diese Tweets des öffentlich-rechtlichen Teams geben darüber Aufschluss ....

Auch setzt die ARD in der Debatte um Glaubwürdigkeit im Journalismus auf mehr Information. So werde der Senderverbund seinen Informationsanteil etwa bei der Frankreichwahl im Frühjahr und der Bundestagswahl im September noch verstärken, hieß es in Frankfurt nach der ARD-Tagung.

Zum "Jahr der Information" soll im Ersten in den kommenden Tagen eine Kampagne mit ARD-Prominenz anlaufen. Zu den großen politischen Ereignissen kündigt die ARD in Hörfunk und Fernsehen sowie online zahlreiche Sondersendungen an.

Außerdem ist am Montag bei ARD-aktuell ("Tagesschau") in Hamburg der Faktenfinder gestartet, der auch mit Blick auf die Bundestagswahl Fake News entlarven soll. Projektleiter Patrick Gensing spricht von einem "Knotenpunkt" innerhalb der ARD. "Die meisten gezielten Falschmeldungen haben einen wahren Kern", sagte Gensing in Frankfurt und verwies auf die Komplexität des Themas.

ps/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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