Die Leistungen der Branche seien ohnehin allgemein wieder deutlich besser geworden, bilanziert Peichl. Auch oder gerade weil die Verlags- und Printbranche in einer schwierigen Situation stecke, ließen die Häuser "wieder Experimente zu, sie wagen sich an neue Konzepte und neue Ideen". Der Druck, der auf der Branche lastet, führe offensichtlich nicht nur zu einer Lähmung, sondern öffne auch "kreative Ventile". Den Lohn für diese Kreativität durften sich in Form weiterer Auszeichnungen unter anderem auch die "Süddeutsche Zeitung" und "Die Zeit" für ihre Zusammenarbeit im Magazinbereich (Cover) abholen. Visual Leader des Jahres sind Marco Fiedler und Achim Reichert, die Chefs der Pariser Design-Agentur Vier5. Das "Webmagazin des Jahres" ist Uncube Magazine, zum Weblog des Jahres wurde What Ali wore erklärt. Bestes Tabletmagazin"ist "Freunde von Freunden", zur "Zeitung des Jahres" wurde "Die Zeit" gewählt.

Erstmals durfte bei der Wahl neben der Jury auch das Publikum mitreden. Das Abstimmungs-Prozedere wurde dafür geändert: Bereits im Juli wurde in den Hamburger Deichtorhallen die Ausstellung mit den Nominierten eröffnet; die Besucher konnten dort ihr persönliches Votum abgeben. Die Ausstellung läuft noch bis 13.Oktober.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde