Markenempfehlungen kommen ohne Internet aus

Empfehlungsplattformen im Netz haben rasant zugenommen, aber die Mehrzahl der Mundpropaganda findet nach wie vor offline statt. 84 Prozent dieser Gespräche passieren von Mensch zu Mensch.

Text: Annette Mattgey

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Empfehlungsplattformen im Netz haben rasant zugenommen, aber die Mehrzahl der Mundpropaganda findet nach wie vor offline statt. 84 Prozent dieser Gespräche passieren von Mensch zu Mensch - entweder am Telefon oder persönlich. Diese Daten hat die Münchner Word-of-Mouth-Agentur trnd erhoben. Damit hat sie eine Befragung, die sie bereits im vergangenen Jahr durchgeführt hat, wiederholt. Immerhin haben sich Social Media-Plattformen wie Facebook und Tumblr seither stark entwickelt. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen: Der Online-Anteil der Mundpropaganda hat sich verdreifacht. Aber 84 Prozent der Kommunikation kommt ganz ohne Internet aus.

Bei der Untersuchung beantworteten 7.792 trnd-Mitglieder die Frage: "Denk' nun an das letzte Mal, als Du von einem anderen Menschen eine Meinung oder eine Information über Produkte oder Marken erhalten hast - auf welchem Weg ist das passiert?" Drei Antworten waren möglich: Im persönlichen Gespräch – Am Telefon – Über das Internet oder per eMail. Die letzte Gruppe hat trnd-Studienleiter Martin Oetting weiter analysiert. Hier spielen Soziale Netzwerke die Hauptrolle vor E-Mails und Produktbewertungsseiten. "Es gibt einen deutlichen Zuwachs bei den online reporteten Gesprächen – während wir vor mehr als einem Jahr noch knapp fünf Prozent online Mundpropaganda zurückgemeldet bekommen haben, sind es mittlerweile so gut wie dreimal so viel. Aber weiterhin zeigt sich auch, dass der absolute Löwenanteil unserer Kommunikation offline stattfindet. Der Weg ins Netz ist weiterhin eine Hürde, die höher ist als beim normalen Gespräch." Da das Durchschnittsalter mit rund 29 Jahren recht jung war, gibt Oetting darüber hinaus zu bedenken, dass in höheren Altersgruppen mit niedrigerer Online-Affinität der Anteil online ausgetauschter Mundpropaganda vermutlich noch niedriger ist.

Quelle: trnd, 2012


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Das Schwesterblatt LEAD digital begleitet sie seit 2011 treu online und versucht, dafür ordentlich Buzz bei Facebook und Twitter zu machen. Ausflüge zu W&V sind durchaus willkommen, insbesondere wenn es um Kampagnen und Karriere-Themen geht.



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