Werbemittel :
Paketbeileger sollen in die Nielsen-Statistik

Die Burda-Direct-Tochter Pacvertise hat eine Initiative angestoßen: Werbebroschüren, die Paketen beiliegen, sollen in die Nielsen-Statistik aufgenommen werden.

Text: Lisa Priller-Gebhardt

Jan Bussiek, Geschäftsführer von Pacvertise, hat die Initiative angestoßen
Jan Bussiek, Geschäftsführer von Pacvertise, hat die Initiative angestoßen

Der Internethandel boomt: Die Deutschen verschicken inzwischen täglich 10 Mio Sendungen. Und fast jedem Päckchen, das von einem Onlineshop versandt wird, liegt ein Werbemittel bei. Alleine die Burda-Direct-Tochter Pacvertise erzielt mit dieser Werbeform eine Gesamtreichweite von monatlich 19 Millionen Menschen in Deutschland. Pacvertise-Geschäftsführer Jan Bussiek hat daher eine Initiative angestoßen, Paketbeileger als neue Werbe-Währung auszuweisen.

Bereits Anfang 2019 könnte es soweit sein. Dafür kämpfen Jan Bussiek, aber auch Marktpartner wie die Otto Media Group, Weltbild oder Adnymics. "Eine Aufnahme in die Nielsen-Werbestatistik wäre für uns der Ritterschlag", sagt Bussiek, der vergangene Woche dazu ein Kick-Off-Meeting in München organisiert hat. "Dieser Schritt ist längst überfällig", sagt Dominik Romer, CEO von Adnymics, einem Unternehmen, das Paketen individualisierte Werbebroschüren beilegen lässt, die just in time gedruckt werden. "Bislang lief die Gattung bei den Mediaplanern noch unter dem Radar, aber allmählich zeigt sich, dass ordentlich Potenzial in ihr steckt."

Welche Auflagen seitens der Vermarkter erfüllt werden müssen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von W&V.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.