Das Wahl-Navi, international bereits in Kanada, Australien, Neuseeland und Frankreich im Einsatz, wurde von kanadischen Politik- und Datenwissenschaftlern entwickelt, die sich für die Bundestagswahl hiesige Experten zur Unterstützung geholt haben: Die Professoren Thomas Gschwend von der Universität Mannheim und Heike Klüver von der Humboldt-Universität Berlin haben den Fragenkatalog mitentwickelt und die Gewichtung der Antworten entscheidend mit beeinflusst. Sie stehen auch während der operativen Phase des Wahl-Navi als Berater zur Verfügung.

Das Angebot ist ganz gezielt auch auf die Sozialen Medien zugeschnitten. Die Ergebnisse können geteilt und auch verglichen werden – ein Tool, mit dem besonders junge Wähler angesprochen werden sollen. Die Nutzer können auch freiwillig Angaben zur eigenen Person machen. Diese Daten sollen - streng anonymisiert, wie RTL versichert - ausschließlich für statistische Studien genutzt werden.

Die RTL-Gruppe ist nicht das einzige Medienhaus, der die Qual der Wahl erleichtern soll: Der Streamingdienst Deezer hat kürzlich den Musik-O-Mat gestartet: Mit ihm können Jungwähler anhand ihres Musikgeschmacks testen, welcher Partei sie am nächsten stehen.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde