VDZ-Nachfolge für Holthoff-Pförtner :
Rudolf Thiemann kandidiert als Verleger-Präsident

Der katholische Verleger Rudolf Thiemann kandidiert als neuer Präsident des Zeitschriftenverlegerverbands VDZ.

Text: Thomas Nötting

Der Liborius-Verleger Rudolf Thiemann.
Der Liborius-Verleger Rudolf Thiemann.

Rudolf Thiemann wird wohl neuer Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Der 62-jährige Verleger der katholischen Verlagsgruppe Liborius in Hamm werde für das Amt kandidieren, teilte der Verband am Donnerstag mit. Der Vorsitzende des Fachverbands Konfessionelle Presse werde von sämtlichen Landesverbänden unterstützt, heißt es in der Mitteilung.

Die Neuwahl war nötig geworden, weil der bisherige Präsident Stephan Holthoff-Pförtner Europaminister im neue nordrhein-westfälischen Kabinett wird. Der Mit-Gesellschafter der Essener Funke-Gruppe hatte das Amt erst im November angetreten. Der neue Präsident soll am 5. November in Berlin gewählt werden. Thiemanns Wahl gilt als sicher. Seinem Gegenkandidaten, dem Clap-Herausgeber Peter "Bulo" Böhling, werden keine Chancen eingeräumt.

VDZ-Geschäftsführer Stefan Scherzer lobt den Kandidaten. Thiemann sei "in der Branche und ihrem Umfeld bestens vernetzt", so Scherzer im Interview mit W&V. Er kenne "die verlagswirtschaftlichen Herausforderungen und ihre medienpolitischen Themen" und verbinde "diplomatisches Geschick mit der Glaubwürdigkeit eines mittelständischen Verlegers".

Das ausführliche Interview mit Stefan Scherzer zur Lage des Verbands und der Branche lesen Sie in der kommenden Ausgabe von W&V (EVT: 18.9.).


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.