#Augenauf :
Sat.1 engagiert sich gegen Cybermobbing

Am 4. April widmet der Privatsender Sat.1 dem Cybermobbing einen Thementag. Und sensibilisiert mit einer Kampagne für das ernste Thema.

Text: Susanne Herrmann

Felicitas Woll steht hinter der Botschaft von #AugenAuf. Sie spielt außerdem die Hautprolle in "Nackt. Das Netz vergisst nie." auf Sat.1 am 4. April.
Felicitas Woll steht hinter der Botschaft von #AugenAuf. Sie spielt außerdem die Hautprolle in "Nackt. Das Netz vergisst nie." auf Sat.1 am 4. April.

Sat.1 hat eine TV- und Onlinekampagne gegen Cybermobbing angeschoben. Unter dem Motto #AugenAuf plädieren bekannte Persönlichkeiten aus Fernsehen und Internet für einen respektvollen Umgang miteinander - indem sie Kommentare zitieren, die sie im Netz bekommen haben oder bekommen könnten. Deutlich wird, dass (oft gedankenlos eingetippte) Hetze auf digitaler Ebene schnell ein ganz persönliches Thema werden kann. Das wirklich verletzt und Menschen im echten Leben schadet.

Sat.1 verbreitet die beiden Videos im eigenen Programm, auf Sat1.de sowie via Facebook und Youtube auf den Kanälen der Testimonials. Auch um an Ort und Stelle zu vermitteln: Beleidigungen, falsche Aussagen und peinliche Bilder gehören nicht ins Netz.

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Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt der Thementag auf Sat.1 am 4. April unter dem Motto "Cybermobbing - Gegen Hetze im Netz". Los geht es schon morgens im Frühstücksfernsehen ab 5.30 Uhr, die Gerichtsshow "Richter Alexander Hold" widmet sich des Themas um 12 Uhr mittags,  auch die Reihen "Auf Streife - Köln", "Schicksale - und plötzlich ist alles anders" und "Die Ruhrpottwache" widmen sich dem Cybermobbing.

Höhepunkt des Thementags ist der Primtime-Spielfilm "Nackt. Das Netz vergisst nie." mit Felicitas Woll. In dem Drama (Produktion: Westside Filmproduktion) geht es um Nacktfotos einer Schülerin, die im Internet auftauchen und rohe Kommentare zur Folge haben. Erpressung und Hacker-Angriffe kommen dazu. Daran anschließend behandelt "Akte 20.17 Spezial" Fragen wie: Wie funktionieren die geheimen Mechanismen des Cybermobbings? Welche Auswirkungen hat es auf das Leben von Betroffenen? Und: Wie kann man der virtuellen Mobbing-Spirale entkommen?

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Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger: "Attacken im Netz können zu erheblichen psychischen Verletzungen und sogar zu Selbstmord führen. Als großer Sender wollen wir mit unserem Programm die Zuschauer auch für Themen wie dieses sensibilisieren." Der Sender zitiert eine Studie, derzufolge 34 Prozent der 12- bis 19-Jährigen angeben, dass in ihrem Bekanntenkreis schon einmal jemand Opfer einer Cybermobbing-Attacke wurde. 8 Prozent waren selbst schon einmal betroffen. Jeder fünfte Jugendliche wurde im Netz schon einmal mit beleidigenden, falschen oder peinlichen Inhalten über seine Person konfrontiert.

Als Kooperationspartner für den Thementag und die #AugenAuf-Kampagne konnten die Experten der EU-Initiative Klicksafe.de, die "Nummer gegen Kummer", Campstahl e.V. sowie Studio 71 gewonnen werden. Die Kampagne wurde vom Sat.1-Marketing in Zusammenarbeit mit der Inhouse-Agentur Creative Solutions entwickelt und umgesetzt.

Übrigens: Das Netz hält inzwischen selbst Rezepte gegen die gefürchteten Attacken parat. So hat das österreichische Startup My Soofa vor wenigen Tagen eine App veröffentlicht, die Kinder und Jugendliche vor Cyber-Mobbing, Betrug und expliziten Inhalten schützen soll. Hier geht's zum Mobbing-Bann. 


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.