Saarbrücker Zeitungsgruppe :
"Schmerzhafter Stellenabbau"

Bis zu 100 Stellen könnten der Umstrukturierung bei der Saarbrücker Zeitung und Titeln wie dem Trierischen Volksfreund zum Opfer fallen.

Text: Judith Pfannenmüller

Die Saarbrücker Zeitungsgruppe leitet ein drastisches Sparprogramm ein. Der Verlag teilt mit, eine Umstrukturierung sei nötig geworden wegen der anhaltenden Einbrüche im nationalen Werbegeschäft und den höheren Kosten für die Zeitungszustellung. 

Im Zuge des Sparprogramms sollen die Standorte in Saarbrücken, Trier und Zweibrücken zusammengelegt werden. Dabei sei ein "schmerzhafter Stellenabbau unvermeidbar", sagt Joachim Meinhold, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Bis zu 100 Stellen in den Verlagen und Redaktionen von Saarbrücker Zeitung, Trierischer Volksfreund und Pfälzischer Merkur könnten in den kommenden Jahren wegfallen. Mantelredaktion und digitale Angebote sollen stärker zentralisiert und die Struktur der Lokalausgaben verändert werden.

Meinhold sucht in Abstimmung mit dem Betriebsrat "zunächst einvernehmliche Lösungen mit einzelnen Mitarbeitern und dann sozialverträgliche Lösungen".

Für die Saarbrücker Zeitungsgruppe arbeiten 950 Mitarbeiter in Verlagen und Redaktionen sowie rund 3200 Zusteller bei Tochterunternehmen. Seit  Januar 2013 ist die Rhei­ni­sche Post Medi­en­gruppe Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter der Saar­brü­cker Zei­tungs­gruppe.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.