Die Vergabe der Online-Rechte an Bild.de überrascht: Donata Hopfen, Geschäftsführerin Bild digital, will die Partien aber nicht kostenfrei im Web zeigen: "Die Rechtepakete sind wie gemacht für die Bezahl- und Multiplattformstrategie von Bild und der Erwerb ist ein wichtiger Schritt, mit dem wir auf allen digitalen Endgeräten ein attraktives Bezahlangebot etablieren können.“ Bis Null Uhr des Folgetages wird es die Clips nur als Pay-Angebot geben. Schon heute erreicht Bild.de laut AGOF bei den 14- bis 49-Jährigen pro Woche in etwa 1,5 Millionen Unique User mit Bundesliga-Inhalten. Die "Sportschau" im Ersten hat in dieser Zielgruppe mit 1,56 Millionen Zuschauern (AGF: 14-49 Jahre) in etwa gleich viele Zuschauer. 

Für Sky dagegen hätte der Verlust der Rechte vermutlich das Aus bedeutet. Der Pay-TV-Anbieter hat die Summe von geschätzten 280 Millionen Euro, die er in der kommenden und letzten Spielzeit für die Liverechte und die Highlights im Web bezahlt, daher auch massiv aufgestockt - nach eigenen Angaben zahlen die Münchner künftig knapp 486 Millionen Euro pro Spielzeit. "Diese Entscheidung bedeutet, dass Sky Kunden vollen Zugang zu den 612 Live-Spielen pro Saison in den nächsten fünf Jahren haben werden", versichert das Unternehmen. Weitere Summen im Detail nennt die DFL selbst jedoch nicht.

lp/ps/kas


Autor: Leif Pellikan

ist Redakteur beim Kontakter und bei W&V. Er hat sich den Ruf des Lötkolbens erworben - wenn es technisch oder neudeutsch programmatisch wird, kennt er die Antworten. Wenn nicht, fragt er in Interviews bei Leuten wie Larry Page, Sergey Brin oder Yannick Bolloré nach.