Das Content-Netzwerk von ARD und ZDF ist am 1. Oktober 2016 mit rund 40 verschiedenen Formaten auf Facebook, Youtube, Instagram, Snapchat und Funk.net gestartet.

Funk als Blaupause für weitere Pläne?

Die Funk-Eltern ARD und ZDF machen sich derweil zusammen mit dem Deutschlandradio Gedanken über ihre Zukunft. Am Freitag übergeben sie ihre Vorstellungen in Form eines Berichts an die Rundfunkkommission der Länder. Es geht darin um die Folgen der Digitalisierung, um die Möglichkeiten, durch mehr Kooperation Kosten zu sparen oder auch um die ganz praktische Frage, welche Rolle die Mediatheken künftig spielen sollen.

Die ARD hat zudem angekündigt, sie wolle dorthin gehen, wo die Nutzer sind - in den sozialen Netzwerken wie Facebook zum Beispiel oder bei Drittplattformen wie Youtube. Und Funk sei ein Beispiel dafür. Was dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) nicht gefällt; er sieht eine Ausweitung des Programmangebots von ARD und ZDF im Netz kritisch.

Ebenso der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Bei seinem Jahreskongress vor zwei Wochen in Stuttgart hatte BDZV-Präsident Mathias Döpfner "eine gebührenfinanzierte digitale Staats-Presse, die den Wettbewerb verzerrt und uns Presseverlagen kaum Entfaltungsmöglichkeiten lässt" kritisiert. Den Zeitungsverlegern sind insbesondere textlastige Angebote in den Apps oder den Webseiten der Sender ein Dorn im Auge.

ps/dpa



Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.