Einige Sätze in der Einladung zu der Veranstaltung lasen sich so, als wolle die AfD Anhänger schon vorher um Zurückhaltung bitten: "Unterschiedliche Positionen sollen daher in sachlicher und nüchterner Atmosphäre diskutiert werden. Wir sind der Überzeugung, dass nur unter diesen Bedingungen die unterschiedlichen Positionen verstanden werden können und Kritik in beide Richtungen angenommen werden kann", hieß es.

Neben Einlasskontrollen achteten die Organisatoren auch darauf, dass keine Glasflaschen mit in den Saal genommen wurden - aus Sicherheitsgründen. Auch wenn es drinnen bei einigen Antworten von Frey und Gniffke gelegentlich etwas lauter wurde, verlief der Abend aber friedlich. Auch die beiden Chefredakteure bekamen mehrmals Applaus. Am Ende bewerteten beide Seiten das Streitgespräch als Beginn eines Dialoges.

Das "Heute-Journal" berichtete so (Link zum 2-Minuten-Beitrag in der ZDF-Mediathek):

(ab 17:18 Min)

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Die Debatte im Medien-Spiegel:

Die "Süddeutsche Zeitung" sieht nach wie vor große Differenzen zwischen der den Positionen der AfD und den öffentlich-rechtlichen Journalisten. Deren Äußerungen werden zum Teil mit "höhnischem Gelächter quittiert.

Einen "Propaganda-Erfolg" für die AfD konstatiert die "Hannoversche Allgemeine". Frey und Kniffke seien unterlegen in diesem Auswärtsspiel in Unterzahl. 

Lob für Frey, wenig Souveränität bei Kniffke, so sieht es die "Zeit". Frey räumt auch ein, dass die Berichterstattung aus dem Osten differenzierter sein müsse. "Vielleicht haben wir uns auch zu sehr blenden lassen von den guten Entwicklungen im Osten. Vielleicht haben wir die 1990er-Jahre zu unkritisch betrachtet." 

am/dpa


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W&V Redaktion
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