Sexismus-Vorwürfe bei Springer :
Springer-Mitarbeiterin zeigt Kai Diekmann an

Die Personalie Kai Diekmann schlug kurz vor dem Jahreswechsel wie eine Bombe ein. Jetzt glaubt der "Spiegel", einen möglichen Grund für Diekmanns schnelle Trennung von Springer gefunden zu haben.

Text: Frank Zimmer

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Kai Diekmann verlässt Springer Ende Januar.
Kai Diekmann verlässt Springer Ende Januar.

Die Personalie Kai Diekmann schlug kurz vor dem Jahreswechsel wie eine Bombe ein. Jetzt glaubt der "Spiegel", einen möglichen Grund für Diekmanns schnelle Trennung von Springer gefunden zu haben: Eine Mitarbeiterin hat angegeben, von ihm belästigt worden zu sein. Wie der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Print-Ausgabe berichtet, gab es interne Ermittlungen im Konzern, die im Einvernehmen mit dem "Bild"-Herausgeber an die Staatsanwaltschaft weitergereicht worden sind. Die Springer-Mitarbeiterin habe außerdem Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Potsdam bestätigte das mittlerweile. 

Diekmann bestreitet den Vorwurf. Seim Rechtsanwalt Otmar Kury teilte mit:

"Der gegen Herrn Diekmann erhobene Vorwurf ist haltlos, und wir haben vollstes Vertrauen in die Arbeit der Ermittlungsbehörden."

Der umstrittene Vorfall soll sich im vergangenen Sommer zugetragen haben - beim Baden nach einer Klausurtagung in Potsdam. Wie der "Spiegel" aus Unternehmenskreisen erfahren haben will, hat er Diekmanns Vertragsauflösung möglicherweise beschleunigt. Der Entschluss zum Wechsel sei aber schon vorher gefallen. Der "Bild"-Herausgeber verlässt Springer Ende Januar. Zuletzt war über einen Wechsel zu Facebook spekuliert worden. 

Springer-Sprecherin Edda Fels bestätigte gegenüber W&V die Darstellung des "Spiegel".


Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor („Der Social-Media-Rausch“) und Gelegenheitsblogger. Interessiert sich für digitale Kommunikation und Design Thinking. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.



2 Kommentare

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Anonymous User 8. Januar 2017

Hoffentlich hat Kai nicht auf die Mailbox der Mitarbeiterin gesprochen.

Anonymous User 7. Januar 2017

Wo bleibt da eigentlich der rasende Kaminski? Ist ihm sein Mikro aus der Hand gefallen? Der ist doch sonst immer zur Stelle, wenn es irgendetwas zu labern gibt?

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