Bezahlangebote :
Springer will ein noch größerer Digitalverlag werden

Springer wird immer digitaler: Fast drei Viertel des operativen Gewinns stammen aus dem Digitalgeschäft. Weitere Details der Bilanz. 

Text: Petra Schwegler

Mathias Döpfner will Springers Position als "Europas führender Digitalverlag" weiter ausbauen.
Mathias Döpfner will Springers Position als "Europas führender Digitalverlag" weiter ausbauen.

Axel Springer setzt weiter auf Bezahlangebote. Von 2017 bis 2019 wolle der Konzern ein Ergebnis in dieser Sparte, zu der die traditionellen Medien in Print und Digital zählen, von jährlich 205 bis 225 Millionen Euro erzielen, sagte Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Berlin.

Springer habe die geeigneten Instrumente, dem "strukturellen Gegenwind" stand zu halten, sagte Döpfner. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl digitaler Abonnements von "Welt" und "Bild" nach Konzernangaben um fast zehn Prozent auf 421.000. Für die nahe Zukunft stellte der Springer-Lenker in Aussicht: "2017 ist unser Fokus auf profitables Wachstum ausgerichtet und den weiteren Ausbau unserer Position als Europas führender Digitalverlag." 

Großteil des Gewinns basiert auf Digitalem

Mittlerweile erwirtschaftet Springer fast drei Viertel des operativen Gewinns (Ebitda) und vier Fünftel der Werbeerlöse im Digitalgeschäft. Immer wichtiger werden dabei die so genannten Rubriken-Plattformen etwa für Immobilien oder Jobbörsen. 

Der Konzern hat im vergangenen Jahr den Umsatz stabil bei 3,29 Milliarden Euro gehalten. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte 2016 um 6,5 Prozent auf 595,5 Millionen Euro. Die Dividende liegt bei 1,90 Euro, die höchste in der Geschichte des Unternehmens, wie Döpfner sagte.

ps/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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