Ein Drittel mehr Umsatz und Ergebnis :
Ströer legt die Latte noch höher

Für 2016 meldet Ströer erstmals mehr als eine Milliarde Umsatz und 37 Prozent mehr beim operativen Ergebnis. Jetzt liegt die Latte noch höher.

Text: Petra Schwegler

Ströer-Chef Udo Müller blickt auf das beste Unternehmensjahr zurück.
Ströer-Chef Udo Müller blickt auf das beste Unternehmensjahr zurück.

Ströer hat 2016 deutlich zugelegt. Der Kölner Außenwerber, nach Zukäufen wie Interactive Media zugleich größter Digitalvermarkter Deutschlands, verzeichnete beim Umsatz nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg um 36 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. In den Kassen bleibt auch ein gutes Drittel mehr: Im vergangenen Jahr stieg das operative Ergebnis bei Ströer um 37 Prozent auf 285 Millionen Euro.

Ströer hatte zuletzt einige andere kleinere Wettbewerber, aber auch das Internetportal T-Online oder den Statistikanbieter Statista gekauft. Mit diesen Übernahmen will Ströer unabhängiger vom Stammgeschäft mit der Außen- und Plakatwerbung werden. So betreibt das Kölner Unternehmen unter anderem auch die Seiten Giga.de, Spieletipps.de oder Wetter.info.

Aber auch der kontinuierlich im Aufbau befindliche lokale Strukturvertrieb und die gestiegene Relevanz von Ströer als einem der größten und reichweitenstärksten deutschen Vermarkter würden einen erheblichen Beitrag zur positiven Entwicklung beitragen, heißt es von den Kölnern.

Ströer peilt nun neuen Rekord an

Nach dem guten Abschneiden im Vorjahr und einem soliden Jahresstart legt Ströer die Latte für 2017 nun etwas höher: Beim Erlös werde jetzt ein Anstieg auf rund 1,3 Milliarden Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Köln mit. Bislang hatte der Konzern, der im vergangenen Jahr in das Kreuzfeuer des umstrittenen Hedgefonds und Leerverkäufers Muddy Waters geraten war, einen Umsatz zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro prognostiziert.

Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) peilt Ströer für 2017 nach eigenen Angaben weiter einen Wert von mehr als 320 Millionen Euro an.

Udo Müller, Vorstandsvorsitzender von Ströer, kommentiert die Lage seines Unternehmens so:

"Ströer hat sich herausragend entwickelt – wir verzeichnen starke Umsatz- und Gewinnzuwächse – die höchsten in der Geschichte unseres Unternehmens. Der Fokus liegt weiterhin auf unseren organischen Wachstumschancen in den am stärksten wachsenden Medien-Segmenten Online, Mobile und Out-of-Home."