Achtung, Satire! :
Titanic führt Bild und Co. mit angeblichem CDU/CSU-Bruch vor

Die Meldung, wonach die CSU die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU kündigt, ist Fake. Verbreitet von Titanic, aufgepickt unter anderem von Bild. Mit Folgen.

Text: Petra Schwegler

Es ist schon wieder passiert! Das Satiremagazin Titanic - beziehungsweise "Social-Media-Volontär" Moritz Hürtgen - hat mit einem Tweet zu einem aktuellen politischen Ereignis diverse Nachrichtenmedien an der Nase herumgeführt.

Dieses Mal brachte Hürtgen unter dem Fake-Twitter-Account hr tagesgeschehen das Ende der Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU unters Volk. Zu einem passenden Zeitpunkt, zumal sich die Verhandlungen über die Einwanderungspolitik in einer sehr kritischen Phase befinden und viele Politikbeobachter aktuell wirklich von einem möglichen CDU/CSU-Bruch ausgehen.
Hier der Ausgangs-Tweet:

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Bild preschte (naturgemäß) vor; das Team unter Allein-Chefredakteur Julian Reichelt tappte nach der Satire-Posse um SPD-Politiker Kevin Kühnert erneut in die Titanic-Falle

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Andere Medien und Beobacher enttarnten rasch die neue Hürtgen-Aktion, witzelten über Bild, berichteten aber auch über Folgen, die der Titanic-Mann so nicht vorhergesehen hatte: 

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Die Titanic freut sich natürlich über Hürtgens erneuten Scoop:

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Allerdings erntet das Satire-Team, das neuerdings online auf eine Paywall setzt, auch viel Kritik. Fake News zu so einem ernsten Thema in die Welt zu twittern - das sei unpassend, ist in diversen Kommentaren im Social Web zu lesen. 

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Andere applaudieren - und hoffen, dass derlei Aktionen Journalisten sensibler gegenüber Falschmeldungen machen:

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Aber zum Trost sei gesagt: Sogar die politischen Gegner fielen auf Titanic rein ...

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Übrigens: Wer im Social Web auf eine unbekannte Quelle stößt, kann in wenigen Schritten prüfen, ob es sich um eine Manipulation handelt. Wenn man beispielsweise in seinem Webbrowser nach dem Twitter-Namen @hrtgn sucht, bekommt man direkt den Nutzernamen Moritz Hürtgen mit Verweis auf das Satiremagazin Titanic angezeigt.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.