TV-Blätter von Ringier gehen an Bauer und Springer
Ringier hat seine Programmzeitschriften an die beiden deutschen Verlagshäuser Springer und Bauer verkauft.
Ringier hat seine Programmzeitschriften an die beiden deutschen Verlagshäuser Springer und Bauer verkauft. Während die heimischen Titel des Schweizer Verlagshauses Tele, TV vier und TV2 an Springer gehen, übernimmt die Bauer-Verlagsgruppe die Fernsehzeitschriften in Rumänien, der Slowakei und in Tschechien. Hierzu zählen die Magazine Euro Televizia, Tele Magazin und TV Max in der Slowakei, TV Max, TV Plus, TV Revue und Tydenik Televize in Tschechien, sowie TV Mania und TV Satelit in Rumänien. Über den Verkaufspreis machten die Unternehmen keine Angaben.
Den Verkauf begründet Ringier mit "strategische Überlegungen". Bei einer zunehmenden, "vor allem auch immer grösseren elektronischen Konkurrenz, werden langfristig nur sehr große Anbieter in diesem Geschäft eine führende Rolle spielen, welche dank ihrer internationalen Grösse von Synergien profitieren können", heißt es in der heutigen Mitteilung des Schweizer Medienunternehmens. Die Bauer-Verlagsgruppe ist in Europa Marktführer im Segment der Programmzeitschriften und kommt auf eine Gesamtauflage von 8,7 Millionen Exemplaren.
Der Verkauf der lukrativen Osteuropa-Blätter an Bauer sei auch "eine Stärkung der langjährigen Zusammenarbeit" mit dem Hamburger Verlagshaus, heißt es in der Ringier-Mitteilung. In Rumänien und Ungarn unterhalten beide Verlage Joint-ventures. Ringier soll weiterhin für die Produktion und Vermarktung der rumänischen TV-Zeitschriften verantwortlich bleiben.
In der Schweiz steigt Springer mit dem Kauf der Ringier-Blätter zu einem der größten Verlagshäuser des Landes auf. Die Züricher Tochter Jean Frey AG, in der die drei ehemaligen Ringier-Programmies künftig erscheinen, verlegt bereits die Wochenzeitschrift TV Star und die Schweiz-Ausgabe von TV Digital. Tele und TV Star sind die beiden größten Abo-Titel unter den Schweizer Programmzeitschriften.
"Mit diesem Zukauf können wir unsere Marktposition in der Schweiz noch einmal signifikant ausbauen", erklärt Jean-Frey-Chef Ralph Büchi. Innerhalb weniger Jahre hat sich Springer damit durch Zukäufe in die erste Riege der Schweizer Medienhäuser vorgearbeitet. Nach dem Erwerb der Verlagsgruppe Handelszeitung 1999 folgte dieses Jahr die Übernahme der Jean Frey AG und der Ringier-Programmzeitschriften. Insgesamt publiziert Axel Springer in der Schweiz nun 14 Titel.