Insgesamt schafft demnach die "sehr breite und enorm ausdifferenzierte deutsche Senderlandschaft", wie es Krapf nennt, ganz grundsätzlich eine "sehr gute Basis für ein positives Neukundengeschäft". Moderate Preise und spitze Zielgruppen würden neue Werbekunden anlocken, kleinere Zielgruppenkanäle könnten den Kunden passgenaue und kundenindividuelle Angebote bieten, vor allem bei Sonderwerbeformen, so Krapf. "Der alte Satz, 'TV-Werbung ist teuer und für Mittelständler unbezahlbar', gilt also nicht mehr", meint der Sales-Experte.

Übrigens: Von neuen Kunden profitiert die ganze Gattung. Premierenkampagnen für TV-Neustarter seien häufig so erfolgreich, dass sie relativ häufig zu Bestandskunden würden und unter Umständen auch die größeren Sender buchen, hat Screenforce beobachtet. Die Gattungsinitiative bezeichnet Werbungtreibende als Neukunden, wenn sie vorher noch nie oder mindestens zwei Jahre keine Reklame im Fernsehen geschaltet haben.

Insgesamt hat die TV-Branche mit Werbung im vergangenen Jahr brutto fast 13,8 Milliarden Euro umgesetzt, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Nielsen zufolge vereint die Gattung damit mehr als 47 Prozent der gesamten Bruttowerbeerlöse auf sich. Screenforce wird das Werbemedium TV am 11. Mai wieder in den Mittelpunkt stellen - dann trifft sich die Branche zum diesjährigen Screenforce Day in Düsseldorf (ehemals TV-Wirkungstag).



Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.