Die von Goldmedia durchgeführte Studie zeigt auch, dass die Situation der privaten Hörfunkanbieter dank des stabilen Radiowerbemarkts weiterhin positiv ist: Im Jahr 2016 erzielten die Anbieter einen Gesamtertrag von 700,5 Millionen Euro. Die Umsätze aus Werbung beliefen sich auf 598,4 Millionen Euro. Das sind 85 Prozent aller Erträge. 

Die kommerziellen Hörfunkanbieter erreichten - wie die bundesweiten TV-Sender - insgesamt eine Kostendeckung von 115 Prozent. Wirtschaftlich erfolgreichster Angebotstyp war einmal mehr der landesweite Hörfunk mit einem Kostendeckungsgrad von 119 Prozent.

Beim Lokalfernsehen sieht es indes schlechter aus: Bei Einnahmen von insgesamt rund 92,9 und Ausgaben von 97,9 Millionen Euro erzielten die 129 Sender im Durchschnitt nur einen Kostendeckungsgrad von 95 Prozent. Bis heute gelingt es dem Lokalfernsehen nicht, am überregionalen Werbekuchen angemessen zu partizipieren. Mehr als ein Fünftel der Erträge stammte 2016 aus Fördermaßnahmen und Zuwendungen.

Ausführlichere Ergebnisse zur Studie gibt es hier. Sie entstand im Auftrag von acht Landesmedienanstalten unter Federführung der BLM.

dpa/nri



Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.