USA :
Vanity Fair launcht Paywall

Die Strategie gleicht der vom Schwestertitel Wired. Der Preis für das Jahres-Abo ist relativ moderat.

Text: Franz Scheele

Die Condé-Nast-Zeitschrift Vanity Fair hat in den USA eine sogenannte Metered Paywall für ihren Web-Auftritt Vanityfair.com gelauncht. Von sofort an können nur noch die Homepage sowie vier Artikel pro Monat kostenfrei aufgerufen werden, danach erhalten die Nutzer einen Hinweis auf die Abo-Möglichkeiten. Videos und Slideshows bleiben allerdings auch künftig frei zugänglich.

Der Preis für das Abonnement ist relativ moderat: Nach drei kostenlosen Monaten liegt die Abo-Gebühr bei jährlich 19,99 Dollar – sowohl für das Digital-only-Abo als auch für das Print-plus-Digital-Abo. Um die Attraktivität der Subskription zu erhöhen, können Abonnenten auch nach Artikeln im Archiv suchen. Außerdem erhalten sie einen speziellen Newsletter.

Der Schritt zur Paywall kommt nicht überraschend. Schon Anfang vergangenen Jahres gab es erste Spekulationen über derartige Pläne. Zudem gilt die Einführung einer Paywall beim Condé-Nast-Schwestertitel The New Yorker als großer Erfolg. Auch Condé Nasts Technologie-Magazin Wired hatte im Februar eine Metered Paywall eingeführt – ebenfalls nach vier kostenfreien Artikel-Zugriffen und zu einem Abo-Preis von jährlich 20 Dollar.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.