Die Wirkung lässt sich laut Bauer auf mehrere Faktoren zurückführen. Ein wichtiger Punkt ist die lange Nutzungsdauer, so Benita Ahsendorf, Gesamtanzeigenleitung TV-Magazine Bauer Advertising KG: "Es besteht eine tägliche und sehr intensive Nutzung des Mediums über einen Zeitraum von zwei bis fünf Wochen, abhängig vom Erscheinungsintervall des Titels."

Überblick: Kaufbereitschaft in den einzelnen Gattungen

Überblick: Kaufbereitschaft in den einzelnen Gattungen

Die Leser seien dabei nicht nur, entgegen der gängigen Annahmen, älteren Semesters, so Ahsendorf: "32 Prozent der 14-29-Jährigen und 47 Prozent der 30-49-Jährigen nutzen laut einer aktuellen GfK-Studie für die  Entscheidung, was zur Prime Time geguckt wird, eine TV-Zeitschrift." Hinzu komme dabei noch, dass diese Entscheidung normalerweise in einer entspannten Nutzungssituation gefällt werde.

Dass viele Werbungtreibende auf Programmies im Media-Mix verzichten, kann Ahsendorf daher nicht nachvollziehen. Sie hält das Segment nach wie vor für zukunftsfähig: "Die Funktion von Programmzeitschriften als Navigator im Dschungel des steigenden Bewegtbild-Angebotes wird immer wichtiger, da sie Übersicht und Orientierung inklusive einer Einordnung bieten." Das müsse man als Verlag den Werbungtreibenden einfach noch deutlicher machen.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde