Late-Night-Show :
Wie John Oliver Donald Trump mit Werbung helfen will

John Oliver, Moderator von "Last Week Tonight", hat Schwierigkeiten mit seinem Präsidenten und dessen Umgang mit Fakten. Also will er ihm helfen.

Text: Susanne Herrmann

Mit "Trump vs. Truth" provoziert der Brite John Oliver bei HBO in "Last Week Tonight".
Mit "Trump vs. Truth" provoziert der Brite John Oliver bei HBO in "Last Week Tonight".

John Oliver, Moderator der US-Late-Night-Show "Last Week Tonight", hat Schwierigkeiten mit seinem Präsidenten Donald Trump - beziehungsweise mit dessen Umgang mit Fakten und seinen Quellen. Gemeckert ist ja leicht, Oliver aber wählt nun einen konstruktiven Ansatz: Nachdem er Hinweise darauf hat, welche Sender Trump wann anschaut (etwa ab 9:15 im Video unten), bucht er nun einfach selbst produzierte Spots hier ein, die dem US-Präsidenten möglicherweise hilfreiche Fakten liefern (ab ca. 21:15 im Video).

Was für ein schöner Beweis für die Sinnhaftigkeit von Werbung! Und hoffentlich bald auch einer für Werbewirkung.

Der Brite Oliver, der bereits im November einräumte, an Trumps Kandidatur Schuld zu sein (W&V Online berichtete), ist dafür bekannt, in seiner HBO-Sendung mit sehr spitzer Zunge und akribischer Recherche politische Themen zu zerpflücken. Zu den Klassikern zählen etwa seine Sendung zur Fifa oder zum Brexit.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.