Halbjahresbilanz und Pläne :
Wo Ströer jetzt wachsen will

Digital im Plus, Out of Home im Plus - nun gibt Ströer nach weiteren Zukäufen im Bereich performanceorientiertes Dialogmarketing neue Ziele aus. 

Text: Petra Schwegler

Digitalvermarkter, Außenwerber und jetzt auch noch Player im Dialogmarketing: Ströer.
Digitalvermarkter, Außenwerber und jetzt auch noch Player im Dialogmarketing: Ströer.

Ströer - nach strategischen Zukäufen der größte deutsche Digitalvermarkter – legt auch dank der neuen Ausrichtung im ersten Halbjahr weiter zu. Von Januar bis Juli ist der konzernweite Umsatz auf 597 Millionen Euro angewachsen – ein Plus von rund 19 Prozent gegenüber Vorjahr.  

Es bleibt auch mehr in der Kasse der Kölner: Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kommt mit einem Zuwachs von rund 18 Prozent auf 136 Millionen. Unterm Strich bleibt für Ströer ein Gewinn von 70 Millionen Euro (plus 14 Prozent).

"Alle Kernsegmente haben zu diesem positiven Momentum beigetragen. In den vergangenen Wochen haben wir mit dem Schritt in den Bereich des performanceorientierten Dialogmarketings zudem ein profitables, weiteres Wachstumssegment im Konzern geschaffen", sagt Udo Müller, Gründer und Co-CEO von Ströer.

Gemeint ist: Zuletzt hat das expansive Unternehmen sowohl den Telefonvertrieb Avedo als auch den Direktvertrieb Ranger übernommen. Diese Zukäufe dürften nach Angaben von Co-Chef Christian Schmalzl "deutlich positive Einflüsse auf die zukünftigen Ergebnisse haben". 

Wie sich das Digitalgeschäft rechnet

Am meisten zum Plus beitragen kann das Digitalgeschäft. Der Umsatz des ersten Halbjahres 2017 im Segment Ströer Digital steigerte sich demnach um satte 44 Prozent von 210 Millionen Euro auf 302 Millionen Euro bei einem organischen Wachstum von 12,3 Prozent. "Neben dem Abonnement- sowie Digital Commerce Geschäft haben insbesondere das Public Video Geschäft sowie der Ausbau des Vertriebs lokaler Digitallösungen für kleine und mittelständische Unternehmen zu diesem deutlichen Wachstum beigesteuert", heißt es.

Nichtsdestotrotz ist auch das einstige Kerngeschäft Out of Home weiterhin eine wichtige Säule, die von der Digitalisierung, vom Trend hin zu mobilen Werbekonzepten und vom Umbau profitiert. Auch hat Ströer die lokalen Vertriebsorganisation ausgebaut. Jetzt lautet die Bilanz: "Das Segment wächst organisch um mehr als 6 Prozent von 235 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro Segmentumsatz im ersten Halbjahr. Das Operational Ebitda zog um mehr als 12 Prozent von 59 Millionen Euro auf 66 Millionen Euro noch deutlicher an."

Es läuft.

Es läuft.

Fürs Gesamtjahr peilt der "Außenwerber" einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro sowie ein Ebitda von 320 Millionen Euro an. Beitragen soll hier das neu geschaffene Segment des Dialogmarketings. 

Ströer im Wandel: Ein umfassendes Porträt des Kölner Unternehmens finden Sie demnächst in der Printausgabe der W&V. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.