Marketing hinterfragt Hype :
Warum A&O Hostels auf Influencer verzichten

Das Unternehmen A&O, Europas größte Hostelkette, sieht den Boom der hochbezahlten Instagram- und YouTube-Stars inzwischen sehr kritisch.

Text: Petra Schwegler

Für A&O erteilt Online-Marketing-Chef Thomas Hertkorn den Stars auf Instagram oder YouTube eine Absage.
Für A&O erteilt Online-Marketing-Chef Thomas Hertkorn den Stars auf Instagram oder YouTube eine Absage.

Die Hostel- und Hotelmarke A&O hat noch vor eineinhalb Jahren verkündet, auf Influencer- und Social-Media-Marketing setzen zu wollen. Nun kommt die Abkehr: "Europas größte Hostelkette hat bereits entschieden: Kein Geld mehr für Influencer Marketing!", heißt es in einer Ankündigung vom Donnerstag. Online-Marketing-Chef Thomas Hertkorn erteilt darin der Werbung auf Instagram & Co. eine klare Absage.

Das Unternehmen sieht den Boom der hochbezahlten Instagram- und YouTube-Stars kritisch. Hertkorn urteilt aus eigener Erfahrung: "Sehr wenig redaktionelle Kontrolle", "kaum messbarer direkter Impact" und dazu "unverhältnismäßig hohe Kosten".

Das waren nach seinen Angaben Gründe, das A&O-Engagement in Sachen Influencer Marketing "bereits im Frühherbst dieses Jahres einzustellen". Der Online-Marketing-Chef weiter: "Unsere Maxime lautet schließlich ‘best value for money‘ – wir wollen keine Kostentreiber, sondern bezahlbaren Mehrwert für unsere Gäste."

So rekrutierte A&O zuletzt Influencer auf der Unternehmensseite:

Vergangenheit.

Vergangenheit.

Sie stehen dem Influencer-Marketing aufgeschlossen gegenüber, wollen aber aus schlechten Erfahrungen lernen? Dann sollten Sie sich im neuen W&V-Report zum Thema umfassend informieren.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.