Weihnachtsgeschenke:
Preis ist wichtiger als Nachhaltigkeit

Nintendo, Lego, Apple - das sind die drei meisterwähnten Marken zum Thema Weihnachtsshopping. Das Thema Nachhaltigkeit ist vor allem den Jüngeren nicht so wichtig.

Text: Julia Gundelach

Nintendo liegt am öftesten unter dem Baum.
Nintendo liegt am öftesten unter dem Baum.

Die am häufigsten gesuchte Marke in Zusammenhang mit Weihnachtsgeschenken in diesem Jahr ist Nintendo. Wie der Weihnachtsshopping-Report 2019 von Brandwatch zeigt, wird der Spielehersteller in diesem Jahr am häufigsten erwähnt, gefolgt von Lego, Apple, Sony und Playmobil. Gekauft werden die Geschenke vorwiegend im Einzelhandel, gefolgt von Amazon und anderen Online-Shops.

Beschenkt werden insbesondere Kinder (58 Prozent), Partner (49 Prozent) und Eltern (40 Prozent), aber auch für immer mehr Vierbeiner liegt etwas unter dem Weihnachtsbaum. Besonders die jungen Zielgruppen sind auf der Suche nach Geschenken für ihre Haustiere (13 Prozent) - insbesondere übrigens für Hunde.

Auf die Frage, woher Verbraucher Ideen für ihre Weihnachtsgeschenke erhalten, stimmten die meisten für die Aussage, dass sie wissen, was sich der Beschenkte wünscht (54 Prozent). Laut Befragten spielen im Durchschnitt Social Media/Influencer (6 Prozent) sowie TV- und
Radiowerbung (9 Prozent) nur eine untergeordnete Rolle. In der jüngeren Zielgruppe (18 bis 34 Jahre) gaben doppelt so viele an (12 Prozent), sich über Social Media und Influencer Inspiration für den Einkauf von Geschenken zu holen. im Schnitt geben die Deutschen 51 bis 200 Euro für ihre Geschenke aus.

55plus kauft seltener bei Amazon

Jüngere Verbraucher kaufen mit 34 Prozent wesentlich häufiger bei Amazon ein als die ältere Zielgruppe. Diese Altersgruppe kauft wesentlich seltener online ein als der Durchschnitt. In der Generation 55plus kauft nur jeder Fünfte (22 Prozent) bei Amazon und nur 18 Prozent erledigen
ihre Einkäufe bei anderen Online-Shops. 66 Prozent aller Befragten gaben an, ihre Weihnachtsgeschenke in Geschäften oder Einkaufszentren zu kaufen, besonders wenn sie für Weihnachtsgeschenke 101 bis 300 Euro ausgeben wollen. Jedoch ein Drittel der Befragten, die
mehr als 300 Euro ausgeben, kaufen die Geschenke eher bei Amazon (33 Prozent) als im Vergleich zum Durchschnitt (26 Prozent).

Nachhaltigkeit spielt bei Verbrauchern bei der Wahl der Geschenke noch keine große Rolle. Während die Generation 55plus mehr Wert auf Nachhaltigkeit legt, stimmten die 18- bis 34-Jährigen auf einer Skala von 1 bis 5 vor allem für eine 3 und im Vergleich auch eher für „unwichtig“. Dagegen ist der preisliche Faktor in der jüngeren Zielgruppe sehr wichtig, bei allen Befragten ist die Qualität mit Abstand der wichtigste
Faktor (63 Prozent). Und Händler können mit einem freundlichen Kundenservice punkten. Diese Größe ist nach Qualität und Bezahlbarkeit (47 Prozent) mit 44 Prozent die drittwichtigste Eigenschaft eines Geschenks.



Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


Alle Specials