Bewertungen:
So erkennt man, ob Bewertungen echt sind

Echt oder gefälscht? Trusted Shops hat sieben Steps identifiziert, anhand derer man erkennen kann, wie echt Verbraucherbewertungen sind - zum Beispiel, sich den Menschen hinter der Bewertung vorzustellen.

Text: W&V Redaktion

Wer echte Bewertungen enttarnen kann, kann sich glücklich schätzen.
Wer echte Bewertungen enttarnen kann, kann sich glücklich schätzen.

Einer Studie zufolge lesen 74 Prozent aller Verbraucher vor einem Online-Kauf die Bewertungen - ein Viertel der Bewertungen sind gefälscht, zeigen Untersuchungen. Wie man dabei erkennen kann, was echt ist und was nicht, hat Trusted Shops in sieben Schritten aufgezeigt:

1. Sich den Menschen hinter der Bewertung vorstellen

Erscheint die Person in ihrem Nutzerprofil authentisch? Wenn jemand viele Bewertungen in unterschiedlichen Bereichen verfasst hat, ist das grundsätzlich vertrauenswürdiger, als wenn jemand nur drei Bewertungen für das gleiche Unternehmen eingestellt hat. Die unterschiedlichen Bewertungen für Orte, Waren oder Restaurants sollten zueinander passen. Erscheint das Bild unstimmig, kann es sein, dass jemand gegen Geld alle möglichen Angebote bewertet.

2. Machen Sie sich die Beweggründe für Bewertungen klar

Warum geben Menschen sich überhaupt die Mühe, unentgeltlich Bewertungen zu schreiben? Die häufigsten Motivationen sind: Verärgerung ausdrücken, Begeisterung teilen oder Anreize erhalten, z.B. Punkte, Gutscheine oder Testprodukte. Wenn man den Grund für eine Bewertung kennt, hilft das, zu erkennen, ob die Rezension echt ist.

3. Vergleichen Sie die Bewertungen eines Unternehmens

Auch Googeln nach Bewertungen unterschiedlicher Anbieter zu einem Unternehmen oder einem Produkt kann helfen, um ein ausgewogenes Meinungsbild zu bekommen. Wie präsentiert sich ein Unternehmen in den sozialen Medien, wie kommuniziert es dort mit Kunden?

4. Vom Fälscher aus denken

Wie würden Sie selber vorgehen, wenn Sie Konkurrenten Negativbewertungen oder sich selbst Positivbewertungen einstellen wollten? Leider ist es gar nicht so schwer, Bewertungen zu fälschen, insbesondere auf offenen Plattformen. Da es technisch gesehen hundertprozentige Sicherheit nicht gibt, sollten man bei der Prüfung auf das Bauchgefühl hören.

5. Anbieter prüfen

Recherchieren, wer das Bewertungssystem anbietet, kann auch helfen, um Fakes aufzudecken. Bei großen Shops wie Amazon handelt es sich häufig um eine Eigenlösung. In dem Fall stellt der Händler als Anbieter des Bewertungssystems auch die Regeln auf. Auch unabhängige Drittanbieter stellen für Online-Händler Bewertungssysteme bereit. Außerdem existieren Bewertungen auf Vergleichsplattformen und in den Ergebnissen von Suchmaschinen, zum Beispiel bei Google.

6. Welche Bewertungsregeln gibt es?

Je nach Anbieter gibt es unterschiedliche Regeln, wer bewerten darf und wer nicht. Der wichtigste Unterschied besteht in offenen und geschlossenen Bewertungssystemen. Auf offenen Plattformen darf jeder bewerten, der seine E-Mail-Adresse verifiziert hat.

Auf geschlossenen Plattformen darf nur bewerten, wer tatsächlich eine Transaktion durchgeführt hat, also zum Beispiel einen Kauf oder eine Buchung.

7. Risiko abwägen 

Bei größeren Anschaffungen lohnt es sich, genauer hinzuschauen - bei geringen Bestellsummen reicht ein kurzer Check der offensichtlichen Merkmale.



W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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