Holger Henck von Ritter Sport:
"Media ist eine echte Herausforderung"

Klare Spielregeln im Umgang mit Mediaagenturen sind Holger Henck wichtig. Der Marketingmanager bei Ritter Sport spricht im Interview mit W&V Online über die Tücken des Mediageschäfts. 

Text: Gabi Schreier

Klare Spielregeln im Umgang mit Mediaagenturen sind Holger Henck, Marketingmanager bei Ritter Sport, wichtig.
Klare Spielregeln im Umgang mit Mediaagenturen sind Holger Henck, Marketingmanager bei Ritter Sport, wichtig.

Gerne wird gerade von Marketingleitern mittelständischer Unternehmen eine klassische Mediaagentur nur fürs Planen der TV-Werbung engagiert. Für Plakat- und Displaywerbung kommen Spezialagenturen zum Zuge. 
Auch Ritter Sport arbeitet mit verschiedenen Agenturen zusammen. Im TV-Bereich mit Havas Media, die Außenwerbung steuert Kinetic (Frankfurt/Main). Der Schokoladenhersteller aus dem baden-württembergischen Waldenbuch nimmt seine Mediaplanung nicht selbst in die Hand, sondern hat einen Berater an seiner Seite. 
Zu komplex ist die Materie, zu viel Geld steht auf dem Spiel, wie Marketingleiter Holger Henck im Interview verrät. 

Sie haben es ja mit verschiedene Dienstleisternzu tun. Wie viel Spaß macht eigentlich die Zusammenarbeit mit Mediaagenturen? 

Wichtig ist, dass es klare Spielregeln gibt. Verglichen mit anderen Dienstleistern ist das bei Mediaagenturen eine Herausforderung, weil die Materie ja sehr komplex ist.
Wenn die Verhältnisse klar geregelt sind, dann macht die Zusammenarbeit mit Mediaagenturen genauso viel Spaß wie mit anderen Dienstleistern. Andererseits ist bei Media ja sehr viel Geld im Spiel. Und beim Geld hört bekanntlich der Spaß auf.

Wer kümmert sich bei Ihnen eigentlich um die Mediaplanung?

Ritter Sport ist ein mittelständisches Unternehmen ohne eigene Mediaabteilung. Deshalb arbeiten wir seit über zehn Jahren mit einem Berater zusammen, der uns bei der Mediaplanung und anderen wichtigen Themen unterstützt.  

Warum? Könnte ein Unternehmen wie Ritter Sport das nicht selbst?

Media ist für ein Unternehmen, das keine eigene Mediaabteilung hat, eine echte Herausforderung. Sie müssen mit Agenturen ja auf Augenhöhe verhandeln können und richtig tief in die Thematik einsteigen. Beispielweise über Dinge wie Optimierungstools bestens Bescheid wissen.
Das können wir aus eigener Kraft nur eingeschränkt. Dazu brauchen wir auch Experten, die uns beraten. 

Sie lassen sich ja auch bei der Agenturauswahl beraten. Wie findet man denn ohne Berater die richtige Agentur? 

Das ist wirklich schwer, weil der Agenturmarkt so unübersichtlich ist. Der größte Fehler, den man machen kann, ist, blindes Vertrauen zu haben. Im Mediageschäft ist viel Geld im Umlauf - und Agenturen haben im Detail ein viel größeres Wissen als gewöhnliche Werbungtreibende.
Wenn man eine Agentur sucht, dann ist Transparenz der Konditionen natürlich ein wichtiges Thema. Aber auch Fragen wie Konkurrenzausschluss und ob es feste Ansprechpartner für den Kunden gibt.  

Wenn Sie wissen wollen, welche Pfade im Mediamix und in der Zusammenarbeit mit Agenturen andere mittelständische Unternehmen einschlagen – das erfahren Sie in dieser Printausgabe der W&V. Abo?

Weitere aktuelle Trends in der Mediaplanung finden Sie hier, in unserem Special zum Thema


Autor:

Gabi Schreier
Gabi Schreier

Langjährige w&v-Autorin. Davor Redakteurin im Marketing-Ressort. Schwerpunkte: Märkte und Marke, Markt- und Trendforschung, Zielgruppen (50plus), Dialog-Marketing, Nachhaltigkeit. Hat den Lesern einer Touristik-Fachzeitschrift Mitte der 90er-Jahre mal erklärt, was es mit dem Internet auf sich hat. Die Zeitschrift gibt es inzwischen nicht mehr. Den Artikel Gott sei Dank auch nicht.


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