Kampagne für Kompaktausgabe :
"Das ist Berlin": Das Musikvideo der "Berliner Morgenpost"

Die "Berliner Morgenpost" geht kreative Wege in der Markenführung. Um junge Leser für die neue Kompaktausgabe zu begeistern, setzt die Zeitung aus der Funke Mediengruppe auf eine musikalische Liebeserklärung an die Hauptstadt. 

Text: Lena Herrmann

Das Musikvideo ist eine Hymne an Berlin und seine Bewohner.
Das Musikvideo ist eine Hymne an Berlin und seine Bewohner.

Die "Berliner Morgenpost" geht weiter mutige und kreative Schritte in der Kommunikation. Die Kampagne "Berlin ist..." mit ihren frechen Sprüchen und dem Claim "Das ist Berlin" konnte bereits diverse Auszeichnungen unter anderem beim ADC abräumen. Jetzt zünden Agentur und Zeitung - pünktlich zum Launch der neuen Kompaktausgabe - die nächste kreative Stufe. Statt eines neuen Kampagnenflights hat die "Berliner Morgenpost" jedoch einen Pop-Song in Auftrag gegeben. Eine Hymne an die Hauptstadt, die im Idealfall zum Hit wird.

Hintergrund des musikalischen Aufschlags ist das neue Kompaktformat der "Berliner Morgenpost", mit dem das Blatt aus der Funke Mediengruppe eine junge und urbane Zielgruppe ansprechen will. Und die ist leichter über Musik als über allzu werbliche Ansprache zu erreichen.

Dementsprechend sparsam gehen die Macher mit einem werblichen Branding um. Lediglich als Abbinder taucht der Name der Zeitung auf. Zusätzlich gibt es eine Szene im Video, in der in der U-Bahn die "Berliner Morgenpost" gelesen wird. Sinn des Songs sei es gewesen, so Alex Römer von der Agentur Römer Wildberger, eine Liebeserklärung an die Stadt zu schreiben: "Was wir ausdrücken wollten, fanden wir bei keinem Künstler im Netz. Also haben wir's selbst gemacht: Songtext geschrieben, Song mit Mokoh Music, Video mit Noyz ur uz und Tim Stoffel produziert. Unsere Liebeserklärung an Berlin - originär und ganzheitlich."

Auf alle Fälle hat der eingängige Song, bei dem die Musik und nicht die Werbung im Mittelpunkt steht, durchaus Potenzial, junge Leser für das Format zu begeistern.

Aus dem drei Minuten langen Musikvideo wird eine 65-sekündige Version generiert, die in den großen Berliner Kinos läuft. Sie wird um einen Abbinder ergänzt, der das neue Kompaktformat der "Morgenpost" bewirbt. Keyvisual sind zwei Gorillas, die auf allen anderen Werbemitteln wie Print, Online und Edgarcards zum Einsatz kommen.

Kreativer Kopf hinter der Kampagne ist Alex Römer, Geschäftsführer der Berliner Agentur Römer Wildberger, die seit Jahren den Etat betreut. Gemeinsam mit Stephan Moritz von Mokoh Music, der als Executive Produver verantwortlich zeichnet, ist der Song entstanden. Um das Musikvideo kümmerten sich Producer David Mohn, Noyzruz Filmproduktion; Regie führte Tim Stoffel, um die Kamera kümmerte sich Joachim Zunke.

Musiker und Sänger ist Nico Rebscher von Endlich August. Bei der Morgenpost kümmern sich Marcel Pfeifer, Carmen Blosat und Susan Seifert um das Marketing.

Ein Auszug aus dem Songtext:

"Wenn man sich schön macht, auch wenn's hässlich ist - Berlin, Berlin, Berlin.

Und wenn Stefan plötzlich Steffi ist - Berlin, Berlin, Berlin.

Wenn man nicht aus Deutschland kommt und trotzdem echt Berliner ist. Das ist Berlin, Berlin, Berlin."

Flankiert wird der Song, der auch im Radio zu hören ist, durch diverse Promotionmaßnahmen. So verteilen Promoter am ersten Tag der Erscheinung (31. Oktober) die Zeitschrift an ausgewählten Standorten kostenlos. Es gibt Gutscheine und Gewinnspiele. "Wir wissen aus Markttests, dass sich viele Leserinnen und Leser neben der Hauptausgabe und den digitalen Angeboten ein kleineres, handlicheres Format der gedruckten Ausgabe wünschen. Für sie gibt es künftig Berliner Morgenpost Kompakt", sagt Chefredakteur Carsten Erdmann.


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.