Kampagne für Kompaktausgabe :
"Das ist Berlin": Das Musikvideo der "Berliner Morgenpost"

Die "Berliner Morgenpost" geht kreative Wege in der Markenführung. Um junge Leser für die neue Kompaktausgabe zu begeistern, setzt die Zeitung aus der Funke Mediengruppe auf eine musikalische Liebeserklärung an die Hauptstadt. 

Text: Lena Herrmann

31. Oct. 2016 - 9 Kommentare

Das Musikvideo ist eine Hymne an Berlin und seine Bewohner.
Das Musikvideo ist eine Hymne an Berlin und seine Bewohner.

Die "Berliner Morgenpost" geht weiter mutige und kreative Schritte in der Kommunikation. Die Kampagne "Berlin ist..." mit ihren frechen Sprüchen und dem Claim "Das ist Berlin" konnte bereits diverse Auszeichnungen unter anderem beim ADC abräumen. Jetzt zünden Agentur und Zeitung - pünktlich zum Launch der neuen Kompaktausgabe - die nächste kreative Stufe. Statt eines neuen Kampagnenflights hat die "Berliner Morgenpost" jedoch einen Pop-Song in Auftrag gegeben. Eine Hymne an die Hauptstadt, die im Idealfall zum Hit wird.

Hintergrund des musikalischen Aufschlags ist das neue Kompaktformat der "Berliner Morgenpost", mit dem das Blatt aus der Funke Mediengruppe eine junge und urbane Zielgruppe ansprechen will. Und die ist leichter über Musik als über allzu werbliche Ansprache zu erreichen.

Dementsprechend sparsam gehen die Macher mit einem werblichen Branding um. Lediglich als Abbinder taucht der Name der Zeitung auf. Zusätzlich gibt es eine Szene im Video, in der in der U-Bahn die "Berliner Morgenpost" gelesen wird. Sinn des Songs sei es gewesen, so Alex Römer von der Agentur Römer Wildberger, eine Liebeserklärung an die Stadt zu schreiben: "Was wir ausdrücken wollten, fanden wir bei keinem Künstler im Netz. Also haben wir's selbst gemacht: Songtext geschrieben, Song mit Mokoh Music, Video mit Noyz ur uz und Tim Stoffel produziert. Unsere Liebeserklärung an Berlin - originär und ganzheitlich."

Auf alle Fälle hat der eingängige Song, bei dem die Musik und nicht die Werbung im Mittelpunkt steht, durchaus Potenzial, junge Leser für das Format zu begeistern.

Aus dem drei Minuten langen Musikvideo wird eine 65-sekündige Version generiert, die in den großen Berliner Kinos läuft. Sie wird um einen Abbinder ergänzt, der das neue Kompaktformat der "Morgenpost" bewirbt. Keyvisual sind zwei Gorillas, die auf allen anderen Werbemitteln wie Print, Online und Edgarcards zum Einsatz kommen.

Kreativer Kopf hinter der Kampagne ist Alex Römer, Geschäftsführer der Berliner Agentur Römer Wildberger, die seit Jahren den Etat betreut. Gemeinsam mit Stephan Moritz von Mokoh Music, der als Executive Produver verantwortlich zeichnet, ist der Song entstanden. Um das Musikvideo kümmerten sich Producer David Mohn, Noyzruz Filmproduktion; Regie führte Tim Stoffel, um die Kamera kümmerte sich Joachim Zunke.

Musiker und Sänger ist Nico Rebscher von Endlich August. Bei der Morgenpost kümmern sich Marcel Pfeifer, Carmen Blosat und Susan Seifert um das Marketing.

Ein Auszug aus dem Songtext:

"Wenn man sich schön macht, auch wenn's hässlich ist - Berlin, Berlin, Berlin.

Und wenn Stefan plötzlich Steffi ist - Berlin, Berlin, Berlin.

Wenn man nicht aus Deutschland kommt und trotzdem echt Berliner ist. Das ist Berlin, Berlin, Berlin."

Flankiert wird der Song, der auch im Radio zu hören ist, durch diverse Promotionmaßnahmen. So verteilen Promoter am ersten Tag der Erscheinung (31. Oktober) die Zeitschrift an ausgewählten Standorten kostenlos. Es gibt Gutscheine und Gewinnspiele. "Wir wissen aus Markttests, dass sich viele Leserinnen und Leser neben der Hauptausgabe und den digitalen Angeboten ein kleineres, handlicheres Format der gedruckten Ausgabe wünschen. Für sie gibt es künftig Berliner Morgenpost Kompakt", sagt Chefredakteur Carsten Erdmann.


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.



9 Kommentare

Kommentieren

Anonymous User 2. November 2016

Marc Forster in peinlich lässt grüßen :P
Wer schmeißt sich denn hier so positiv ins Zeug?
derTEXTER bringt´s auf den Punkt. Lustig.

Anonymous User 1. November 2016

Leutz, kommt mal von eurem "Troll-Train" runter. Wenn man sich das so durchliest könnte man meinen, dass unsere Branche echt nur von Trollen und Neidern durchsetzt ist.

Mal die Arbeit von Kollegen zu kritisieren ist eine Sache. Dann versucht s mal mit Sachlichkeit. Vielleicht kann man dadurch sogar tatsächlich noch was für´s nächste Projekt mitnehmen.

Die die meinen hier die Bashing-Keule rausholen zu müssen, sollten sich mal zwei Fragen stellen:

a.) Was würde passieren, wenn meine letzte Arbeit hier stehen würde?
b.) Wie wäre das wohl für mich, wenn meine Arbeit (in die mit Sicherheit x Überstunden reingegangen sind) von Leuten auf die Art und Weise gebashed werden würde, wie es hier der mal wieder der Fall ist.

Es kann nicht immer der "Supergeil"-Spot oder der "Hornbach-Hammer" sein.

Und mal so beiläufig...wenn sich Leute hier sowas durchlesen die vielleicht mit dem Gedanken spielen in die Werbung zu gehen (weil wir ja auch kein Nachwuchsproblem haben und so)...wie wirkt dieses regelmäßige gegenseitige Bashing auf so Leute? Kann ur so ne persönliche Nummer sein, aber würde ich meine Entscheidung auf dem Bild abgeben das wir als Werber hier mitunter abgeben...ich würde wohl meine Jobwahl nochmal überdenken.

Think about that.

Anonymous User 1. November 2016

@Kali: Word! Dem gibt es nichts hinzuzufügen

Anonymous User 1. November 2016

Endlich ein richtig guter Song zur geilen Metropole.

All ihr weinerlichen Werberlappen, die hier über Bundesländerausgleich, failed State und ähnliches faseln.

Erinnert euch erstens mal dran, dass z.B. München & Bayern früher jahrzehntelang Hauptnutznießer war und erst durch Industrialisierung sowie CSU-Kumpanei Industrie anlockte, um heute so gut dazustehen.

Außerdem geht es um Kultur, Ideen und Vielfalt. Sie wird uns in Zukunft Wettbewerbsfähigkeit sichern. Die wird in Berlin gefeiert. Nicht nur Spätis und Clubs, die zugegeben auch alles in ganz Deutschland in den Schatten stellen.

Die einzige Stadt, die sich evtl. einen Diss erlauben kann wäre das durchgetaktete Hamburg. All die anderen Käffer und deren Bewohner vergessen wohl, dass sie in keiner GROSSSTADT leben.

Darum sind in Berlin die Probleme sicher auch GRÖSSER, aber auch die CHANCEN und ALLES ANDERE.

Außerdem liegen die Versäumnisse in Berlin zum Großteil nicht an den Bewohnern, sondern Politikern mit ohne Ideen und Beamten mit ohne Antrieb.

Anonymous User 31. Oktober 2016

Ich kann Videos wie diese nicht ertragen. Diese verschobene Neuberliner-Welt. Oh ja, komm nach Berlin und lerne chillen. In Berlin lässt sich schön auf Pump leben. Arbeiten schliesslich auch genug. So wie die Dame in der Wurstbude. Die ja, Brüller, keine typische Frau vom Grill ist. Mensch, war da einer kreativ. Diese Spätikultur kann ich mir auch nicht erklären. Aber "ein Club Mate" muss man sich ja schliesslich zu jeder Zeit gönnen dürfen. Und zwar hart... Also, feiert euch mal weiter hart, ne...

Anonymous User 31. Oktober 2016

Das Video ist doch totaler Schrott. Diskutiert Ihr da ernsthaft drüber ? Lustig.

Anonymous User 31. Oktober 2016

@Caroline: ich lache mich gerade über deinen Kommentar schlapp!
Wenn man sonst nichts hat, bildet man sich eben ein, dass man eine Stadt in drei Sätzen kategorisieren und mit einem Kommentar auf WUV trashen kann...
Einfach nur peinlich! Bitte einmal den Stock (oder Wald?) aus dem Arsch ziehen und weiter geht's....

Anonymous User 31. Oktober 2016

...da hat aber jemand den falschen Clown heute Morgen gefrühstückt. @Caroline

Anonymous User 31. Oktober 2016

Lächerlich, wie die 'failed city' immer wieder "gefeiert" wird.
Niedrige Löhne, Mieten steigen, Schulniveau nur noch in Bremen schlechter, etc..

Wenn man sonst nichts hat, bildet man sich eben auf seine pubertäre "Feierkultur" mit "Späti" was ein, und "feiert" seine Dumm- und Hässlichkeit.
Einfach nur noch peinlich.

Diskutieren Sie mit