Stefan Wenzel :
Ebay will sich klarer positionieren

Ebay-Deutschland-Chef Stefan Wenzel sieht eine Schwäche seiner Marke: Er will klarer kommunizieren, wofür das Unternehmen steht.

Text: W&V Redaktion

Ebay Deutschland sitzt in Berlin.
Ebay Deutschland sitzt in Berlin.

Ebay-Chef Stefan Wenzel will eine Schwäche seiner Marke ausbügeln: "Künftig wollen wir besser kommunizieren, wofür Ebay steht und was der Unterschied zu anderen Anbietern ist", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Das haben wir in der Vergangenheit nicht klar getan", so der Manager. Vor Journalisten betonte er: "Wir verkaufen inzwischen zu 80 Prozent Neuwaren", so Wenzel. 

Wenzel ist seit einem halben Jahr im Amt. Ein wichtiges Projekt: Die Handelsplattform will möglichst alle Artikel mit strukturierten Daten versehen, um sie besser durchsuchbar zu machen. Weltweit seien rund 40 Prozent des Angebots erfasst worden und im kommenden Jahr solle es einen großen Schritt in Richtung der Marke von 90 Prozent geben, so Wenzel gegenüber der "dpa".

Ebay hat rund eine Milliarde Artikel im Angebot, davon etwa 140 Millionen in Deutschland. Sie mit strukturieren Daten zu versehen ist wichtig, um sie eindeutig identifizierbar zu machen. Auf dieser Basis werden zum Beispiel auch Seiten mit einzelnen Marken, beliebten Artikeln oder besten Deals erstellt. Neben den üblichen Produktkennzeichnungen kommt dabei Analyse mit Hilfe künstlicher Intelligenz zum Einsatz.

An dem vor rund einem Jahr gestarteten Treue-Programm Ebay Plus nähmen inzwischen über 185.000 Käufer und mehrere tausend Verkäufer teil, so das Unternehmen. Amazon, Ebays größter Konkurrent, bietet ähnliche Leistungen bereits seit einigen Jahren unter der Marke Prime an - inzwischen für 49 Euro im Jahr. Bei Ebay Plus bekommen Kunden für eine Jahresgebühr von 19,90 Euro einen kostenlosen Versand und Rückversand bei entsprechend angebotenen Artikeln sowie Zugang zu speziellen Deals.

Ebay entwickelte in den vergangenen Jahren das Geschäft als Handelsplattform über die anfänglichen Online-Auktionen hinaus. Teil davon ist auch, stationäre Händler ins Internet-Geschäft zu bringen. So verkauften in einem Pilotprojekt in Mönchengladbach 79 beteiligte Händler mehr als 87.500 Artikel mit einem Gesamtwert von über 3,2 Millionen Euro. (mit dpa)



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Autor: W&V Redaktion

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