Studie:
Gesundheitsthemen interessieren die Menschen - vor allem unter der Woche

Eine Untersuchung der agof zeigt: Die Deutschen sind sehr offen für Gesundheitsthemen - und werfen sich bei Beschwerden allerhand Mittelchen ein.

Text: W&V Redaktion

So informieren sich die Deutschen im Web, wenn es um ihre Gesundheit geht.
So informieren sich die Deutschen im Web, wenn es um ihre Gesundheit geht.

Krankheiten googeln, Medikamente bestellen, sich informieren: Die Deutschen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema "Gesundheit" – und natürlich auch die 59,14 Millionen Nutzer mobiler und/oder stationärer Angebote: So waren in den letzten drei Monaten 42,8 Prozent (25,29 Millionen) dieser Personengruppe ab 16 Jahren ist an Gesundheitsthemen (sehr) interessiert und 36,8 Prozent (21,76 Millionen) an Gesundheitsdienstleistungen. Dabei gilt das Internet als ideale Recherche-Plattform, wo man sich schnell und jederzeit über Behandlungsmethoden, Nebenwirkungen von Medikamenten oder alternative Heilmittel informieren kann. Das zeigt der "Pharma"-Berichtsband der agof Facts & Figures.

Der Blick auf die generelle Medikamenten-Verwendung der digitalen User spiegelt - wenig verwunderlich - mit den Top-Platzierungen die typischen "Volkskrankheiten" wider: Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. 84,3 Prozent der User, das sind 49,85 Millionen Menschen, greifen "mindestens selten" – darunter fallen alle Nutzungsfrequenzen von täglich über mehrmals in der Woche bis hin zu mehrmals im Monat oder seltener – zu Medikamente gegen Kopfschmerzen. Auf Platz zwei der eingenommenen Medikamente stehen Mittel gegen Rückenschmerzen – vier von zehn (40,7 Prozent, 24,07 Millionen) Usern verwenden mindestens selten welche – dicht gefolgt von Medikamenten gegen Zahnschmerzen, die von 38,6 Prozent (22,81 Millionen) der User mindestens selten genommen werden.

Hustenmittel, Lutschtabletten, Schnupfenspray

Gerade auch bei Erkältungen kommt gerne der ganze Medizinschrank zum Einsatz – dies zeigt der Blick auf die von den digitalen Usern mindestens selten eingenommenen Mittel: Die drei Top-Medikamente sind Hustenmittel (71,4 Prozent, 42,21 Millionen), Lutschtabletten (64,5 Prozent, 38,14 Millionen) und Schnupfenspray (64,4 Prozent, 38,06 Millionen), gefolgt von Tabletten gegen Erkältung (60,6%, 35,84 Millionen) und schleimlösende Mittel (59,3 Prozent, 35,07 Millionen).

Aber auch eine ganze Reihe weiterer Arzneimittel wird gerne angewendet: So benutzt gut die Hälfte (51,0 Prozent) der digitalen User mindestens selten Wund- und Heilsalben. Auch Vitaminpräparate (30,4 Prozent, 17,97 Millionen), und Mineralstoffe (26,2 Prozent, 15,52 Millionen) sind beliebt, gelten sie doch als wichtig für ein starkes Immunsystem und den Stoffwechsel.

Zahlreiche Gesundheitsportale oder Medikamenten-Datenbanken sorgen dafür, dass sich Verbraucher eigenständig informieren können. Diese Optionen werden von den digitalen Usern auch intensiv genutzt: Der Blick auf die Tagesreichweiten entsprechender Angebote zeigt, dass vor allem Frauen hier sehr aktiv sind und mit bis zu 5 Millionen Unique User täglich auf Angeboten rund um das Thema "Gesundheit" vertreten sind. Bei den digitalen Usern insgesamt tummeln sich an den Hauptzugriffstagen von Montag bis Donnerstag zwischen 3 und 3,5 Millionen Unique User auf diesen Angeboten, während die Zugriffszahlen von Freitag bis Sonntag zielgruppenübergreifend deutlich zurückgehen, das Wochenende ist eher der Offline-Erholung vorbehalten. 


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W&V Redaktion
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