Zukunft des Handels:
Handel und Marken profitieren von gemeinsamen Daten-Pools

Marken und Händler wissen um das Potenzial von Big Data. Ganz ausschöpfen können sie es aber noch nicht, wie eine neue Studie von Criteo und Forbes Insights zeigt. 

Text: Julia Gundelach

Daten bieten Mehrwert - wenn man sie richtig nutzt.
Daten bieten Mehrwert - wenn man sie richtig nutzt.

Marken und Retailer haben erkannt: In Daten liegt ein riesiges Potenzial. Kollaboration und gepoolte Assets bieten Händlern einen lukrativen Weg, Kundenbedürfnisse besser erfüllen zu können, Mehrwerte zu schaffen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das zeigt eine neue Studie von Criteo, dem Technologieunternehmen für Commerce Marketing gemeinsam mit Forbes Insights. Die Studie untersucht die Rolle von Daten im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit von Händlern in einem sich schnell wandelnden Markt.  

Fast vier von fünf Marken und Händlern nutzen Kundendaten als Teil ihrer Geschäftsstrategie. Das heißt, Marken und Händler wissen um das Potenzial von Daten. Ganz ausschöpfen können sie es aber nicht: Obwohl Händler Zugriff auf mehr (vor allem Online-)Daten als Brands haben, sind sie weniger als diese davon überzeugt, damit auch relevante Einblicke zu gewinnen. Mehr Daten sind demnach nicht gleichbedeutend mit mehr Handlungsfähigkeit.

Und: Gepoolte Daten-Assets sind offenbar der richtige Weg, um den Vorsprung aufzubauen. Marken und Retailer erkennen die Vorteile von Zusammenarbeit und gepoolten Daten-Assets, um so Kundenbedürfnisse zu erfüllen und einen geschäftlichen Mehrwert zu schaffen. 71 Prozent der Retailer sind bereit, Online-Search-Daten zu einem gemeinsamen Daten-Pool beizusteuern. 60 Prozent der Befragten sind bereits Teil einer Datenkooperation, wobei 70 Prozent davon sowohl mit der Kooperation als auch mit den erhaltenen Daten zufrieden sind. Als größten Vorteil gepoolter Daten sieht ein Großteil „steigende Umsätze“ (72 Prozent).

"Marketingverantwortliche haben den Umbruch erkannt"

68 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass ihre Kunden mit der Datennutzung zufrieden sind, weil sie ein zielgenaueres Marketing ermöglicht. Neun von zehn Unternehmen gaben außerdem an, dass die Bedeutung eines echten Mehrwerts in den vergangenen zwei Jahren weiter zugenommen hat. Bauchschmerzen machen den Unternehmen vor allem die Themen Qualität und Vertraulichkeit. Als größte Herausforderungen in Sachen Daten gaben 66 Prozent der Marketingverantwortlichen „Datenqualität sicherstellen“ an, 65 Prozent nannten „Vertraulichkeit der Daten sicherstellen“.

„Marketing-Führungskräfte weltweit haben den Umbruch in der Branche erkannt. Führenden CMOs unternehmen große Anstrengungen, um die Chancen dieses Umbruchs zu ihrem Vorteil zu nutzen“, sagt Eric Eichmann, CEO von Criteo. „Den Vorteil von Daten-Kollaborationen zu verstehen und Daten-Pools aufzubauen, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Das Criteo Commerce Marketing Ecosystem hält umfassende Pools granularer Shopper-Daten bereit und bietet Zugang zu einem der besten Media Inventare der Branche. So können Retailer und Marken den Käufern noch besser die Marken und Produkte bieten, die sie brauchen und lieben. Dies maximiert Sales und Umsätze.“

Für die Studie wurden weltweit 500 Marketing-Entscheider aus verschiedenen Branchen befragt.

Die komplette Studie (auf Englisch) können Sie hier kostenlos herunterladen.


Autor:

Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


Alle Specials