Deloitte Christmas Survey:
Weihnachtsshopper geben mehr aus und kaufen stationär

Zwei Drittel der Deutschen wollen ihre Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr im stationären Handel besorgen, zeigt eine neue Studie.

Text: Julia Gundelach

Die Deutschen sind früh dran: Schon im November wollen sie ihre Geschenke besorgen.
Die Deutschen sind früh dran: Schon im November wollen sie ihre Geschenke besorgen.

Der Advent kommt mit großen Schritten und die Deutschen machen sich bereits Gedanken über ihre Weihnachtsgeschenke. 484 Euro wollen sie in diesem Jahr dafür ausgeben, das sind rund 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind die Ergebnisse aus der aktuellen Deloitte Christmas Survey. Vor allem in die Läden zieht es die Verbraucher in diesem Jahr: Zwei Drittel wollen ihre Geschenke hauptsächlich im stationären Handel erstehen. Dabei sind die Befragten früh dran: Deutlich mehr als ein Drittel der Konsumenten hat sich vorgenommen, die Geschenke bereits im November zu besorgen.

Spezielle Verkaufstage wie etwa der Black Friday spielen dabei kaum eine Rolle. Nur rund zwei Prozent der Befragten planen, an einem dieser Tage ihre Geschenke zu kaufen. Anfang Dezember wollen sich gut 25 Prozent auf den Weg machen. Dieser führt sie vor allem in lokale Fachgeschäfte, aber auch Kaufhäuser können sich auf viele Kunden freuen.

Online-Shopping am PC

Doch auch das Internet bleibt ein stark frequentierter Weihnachts-Marktplatz. Seine Vorteile: bessere Vergleichsmöglichkeiten, attraktivere Preise, mehr Zeitersparnis – und natürlich die 24/7-Öffnungszeiten. Für den Online Kauf nutzen die meisten die klassischen Zugänge über PC oder Laptop. Mobile Commerce als Kanal wächst aber rasant und ist bereits für 20 Prozent der Befragten eine Alternative. Für Händler wird es daher immer wichtiger, dies bei der Gestaltung ihrer Online-Stores zu berücksichtigen und die damit verbundenen Systeme und Prozesse entsprechend zu gestalten.

Top-Wunsch in diesem Jahr sind Süßigkeiten. 44 Prozent würden sich über Pralinen freuen, knapp 41 Prozent haben gute Aussichten darauf. 41 Prozent wollen gerne Bücher verschenken, 38 Prozent würden gerne welche. Im Vergleich zum Vorjahr scheinen sich die Präferenzen der Geschlechter einander etwas angenähert zu haben. Unterschiede gibt es natürlich dennoch: Für Männer ist nach wie vor die Technik ein großes Thema: Bei Konsolen, PCs und externer Hardware liegen sie klar vorn. Frauen hingegen führen deutlich bei Beautyprodukten, Kochutensilien und Schmuck. Bemerkenswert: Bei Kleidung herrscht fast Übereinstimmung. Bei den Teenagern ist Cash mit 33 Prozent Präferenz klarer Spitzenreiter, vor Büchern (minus fünf Prozentpunkte gegenüber 2016), Gutscheinen, Süßigkeiten und Konsolen. Aufsteiger bei Kindern unter 12 sind traditionelle Spiele (Vorjahr 10, jetzt 28%), insgesamt dominieren Bücher vor Puppen/Plüschtieren und pädagogischem Spielzeug.

Top-10-Wunschzettel 

Frauen
1. Schokolade (46%)
2. Bücher (43%)
3. Kosmetika/Parfüms (42%)
4. Bargeld (36%)
5. Geschenkgutscheine (34%)
6. Beauty (24%)
7. Schmuck (21%)
8. CD (19%)
9. DVD (19%)
10. Food & Drink (18%)

Männer
1. Schokolade (41%)
2. Bargeld (41%)
3. Bücher (32%)
4. Geschenkgutscheine (32%)
5. Food & Drink (25%)
6. Kosmetika/Parfüms (24%)
7. DVD (22%)
8. CD (20%)
9. Kleidung/Schuhe (18%)
10. Games (17%)


Autor:

Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.