Warum muss ich Regeln für Facebook-Videos beachten?
 
Um die größtmögliche Reichweite zu erzielen, lohnt es sich zu vergegenwärtigen, wie die User auf die Facebook-Inhalte zugreifen. 65 Prozent aller Nutzer sind vom Mobilgerät aus im sozialen Netz unterwegs. Zudem optimiert Facebook die Video-Views durch neue Funktionen. Zum Beispiel durch das neue "empfohlene Video" in der Info-Spalte von Fanpages, die Autoplay-Funktion und die gute Wertung im Algorithmus. Dadurch erhöhte sich die Zahl der Video-Posts pro Person weltweit um 75 Prozent. Im Newsfeed stieg der Videoanteil im letzten Jahr um das 3,6-fache.
 
5 Regeln für mehr Reichweite mit Facebook-Videos
 
1. Videos direkt bei Facebook hochladen
Videos, die über einen Link bei Facebook gepostet werden, sind für den Facebook-Algorithmus immer noch Link-Posts, auch wenn sie ein Video enthalten (also zum Beispiel beim Posten eines Youtube-Videos). Nur direkt hochgeladene Videos sorgen für den Reichweitenschub.

2. Was ist Ihr Ziel?
Die Frage aller Fragen, die jeder Social-Media-Aktion vorausgehen sollte. Auch bei Videos hat diese Frage direkte Auswirkungen auf die Form. Zum Beispiel sollten Teaser-Videos, die nur auf ein längeres Video auf der Website hinweisen, nur wenige Sekunden dauern. Videos, die vollständig für Facebook produziert wurden, dürfen dann auch mal eine Minute lang sein. Außerdem gibt Facebook die Möglichkeit, so genannte "Call to Action"-Buttons ans Ende des Videos zu stellen, um beispielsweise eine Conversion zur Website zu schaffen und so Traffic anzukurbeln.

3. Länge zählt
Auch im Web schauen wir auf die Länge. Allerdings gilt hier: Die kürzeren Videos gewinnen die Aufmerksamkeit der User. Bei Facebook gibt es keine technische Längenbeschränkung, trotzdem sollte man sich an den Nutzergewohnheiten orientieren. Maximal eine Minute schaut ein Facebook-Nutzer zu, viele steigen schon nach den ersten Sekunden aus. Dementsprechend müssen Videos ihre Zuschauer direkt innerhalb der ersten Sekunden fesseln. Unnötige Erklärungen oder Moderationen fallen weg, am besten steigt das Video sofort ins Thema ein. Bei Instagram gibt es die (wahrscheinlich sinnvolle) Beschränkung auf 15-Sekunden-Videos.

4. Untertitel sorgen für Verständlichkeit
Warum sollte ich Untertitel in mein Video einbinden, wenn es in der Sprache ausgespielt wird, die auch meine User sprechen? Weil Videos in der mobilen Autoplay-Funktion ohne Ton abgespielt werden. Auch in der Desktop-Ansicht hat nicht jeder die Möglichkeit, bei jedem Video-View die volle Lautstärke anzuschalten. Basiert das Video in diesem Fall auf Audio-Erklärungen, versteht der User unter Umständen nicht, worum es geht. Deshalb schaffen Untertitel eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Video auch ankommt.

5. Die besten Wochentage für Facebook-Videos
Wie schon der gesunde Menschenverstand vermutet, bestätigen Studien die höheren Viewzahlen für Videos an Wochenenden. Es scheint logisch, dass User eher zu Hause auf der Couch als in der U-Bahn die Zeit, Muße und das W-Lan für Videos haben. Auch eine Studie von Adobe bestätigt das: Freitags werden mit Abstand die meisten Facebook-Videos angesehen. Das heißt für den Social-Media-Marketer: Poste deine Videos am Wochenende. Es muss ja nicht jede Woche sein, aber hin und wieder lohnt sich die Wochenendarbeit.

 
 
* Über die Autoren: Oliver Obert und Lisa Geiger sind die Social-Media-Experten bei C3 und verantworten Social-Media-Kampagnen von der Strategie bis zur operativen Betreuung. Wenn sie sich nicht gerade auf Facebook oder Instagram herumtreiben, findet man Oliver Obert an indonesischen Surf-Hotspots und Lisa Geiger bloggend auf textschorle.wordpress.com.



Autor: W&V Leserautor

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