In US-Metropolen oder in London können Kunden bereits bei Amazon frische Lebensmittel ordern. Seit Monaten wird auch über einen Marktstart in Deutschland spekuliert. Das Branchenfachblatt "Lebensmittel Zeitung" hatte unlängst von einem Start in Berlin im April berichtet. Fraglich war jedoch, wie die Lieferungen vonstatten gehen sollten, nachdem Amazon seine eigenen Logistikaktivitäten ausgebaut hatte. Die Post wiederum bietet mit ihrem Online-Shop Allyouneed Fresh bereits seit längerem Lebensmittel an.

Supermärkte müssen reagieren

Die Supermärkte konnte sich eigentlich schon seit längerer Zeit auf diesen neuen Konkurrenten einstellen. Den Amazon-Angriff dürften einige Lebensmittel-Händler auf Dauer nicht überleben beziehungsweise müssen mit Einbußen rechen. Das Beratungsunternehmen Oliver Wyman gibt in einem Report den Supermärkte den Rat, sich "als Gesundheits- und Wohlfühlmarken neu zu erfinden und die Kundenbindung durch Gesundheitsprogramme vertiefen".

Edeka hat sich wohl schon Gedanken zum Thema gemacht: Zuletzt hat die Agentur Jung von Matt eine Kampagne rund um Ernährungstipps gestrickt. Die Kette hat den etwas schrägen Online-Film "Eatkarus" entwickelt. Der junge Held darin ist ziemlich rund und speist vor allem grauen Brei - bis er Obst für sich entdeckt. Und diese Früchte soll "Eatkarus" eben weiterhin bei Edeka shoppen - und nicht auf dem Sofa sitzend bei Amazon ordern.



Ulrike App
Autor: Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.