Twitter-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Twitter angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Markus Söder chattet mit Tim Cook – am Microsoft-Bildschirm

Vor gut zwei Wochen kündigte Apple an, dass es in den kommenden drei Jahren über eine Milliarde Euro in den Standort Deutschland investiert – den Großteil davon in Bayern. Dabei sollen laut Pressemitteilung die bestehenden Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im Großraum München zum Europäischen Zentrum für Chip-Design von Apple ausgebaut werden. CEO Tim Cook lobt seinen größten deutschen Standort: "München ist seit vier Jahrzehnten ein Zuhause für Apple. Wir sind der Stadt und Deutschland dankbar für das gemeinsam Erreichte und freuen uns auf den Weg, der vor uns liegt."

Dies konnte der Apple-Chef dem Bayern-Chef jetzt auch nochmals persönlich übermitteln. Denn Tim Cook und Markus Söder trafen sich zu einem Videochat, wie der Ministerpräsident per Tweet in Stakkato-Sätzen PR-wirksam verkündete: "Videocall nach Kalifornien mit Apple-CEO Tim Cook: Apple freut sich auf München, Bayern freut sich auf Apple. Das Milliarden-Investment ist ein starkes Signal. Wir stehen für Hightech und Forschung. Bayern ist die richtige Heimat für Spitzentechnologie." Gut, dass Cook von Cupertino aus nicht sehen konnte, vor welchem Bildschirm Söder saß. Denn in der bayerischen Staatskanzlei stehen Displays von Apple-Erzrivale Microsoft, wie der aufmerksame Twitterer @Luga_YT erspähte.

Twitter-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Twitter angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Warum Fernseher jetzt teurer werden

Die Preise für TV-Geräte kennen seit Jahren nur eine Richtung: abwärts! Gute Smart-Fernseher in der Standardgröße 55 Zoll von Top-Herstellern wie Samsung sind längst unter 500 Euro zu haben. Und die Zeiten, in denen ein Fernseher eine Investition fürs Leben war, die 15 Jahre hält, sind längst vorbei. Doch nun dürfte Schluss sein mit dem Preisverfall. Die Futurezone zitiert aus einem Bericht der Marktforscher von TrendForce, laut dem der weltweite Absatz von internetfähigen Fernsehern dieses Jahr um 3,1 Prozent auf 223 Millionen Stück steigen soll. Corona, Lockdowns und Home Office sorgen für einen TV-Boom, der die Preise steigen lässt. Dabei spielen auch unterbrochene Lieferketten und Probleme bei der Versorgung mit Prozessoren eine Rolle.

Die große Nachfrage wirkt sich schon jetzt auf die Preise für TV-Panels aus – also für die Bildschirme, die das Herzstück eines jeden Fernsehers darstellen. Laut TrendForce haben die Einkaufspreise für Panels im Juni 2020 einen zwischenzeitlichen Tiefstand erreicht, und sind seither um 134 Prozent gestiegen. Besonders Anbieter von Billig-Fernsehern können ihre Discountpreise damit nicht mehr halten. Und auch Top-Hersteller von LG bis Samsung planen Preiserhöhungen – aber nur schrittweise, um die Käufer nicht zu verschrecken. Sie setzen in diesem Jahr vor allem auf große Geräte ab 60 Zoll. Trostpflaster: OLED-Fernseher sollen wegen steigender Produktionskapazitäten sogar etwas günstiger werden.

Wer einen neuen Fernseher für Netflix braucht, zahlt bald mehr.

Wer einen neuen Fernseher für Netflix braucht, zahlt bald mehr.

Sputnik V: So aggressiv wirbt der russische Impfstoff auf Twitter

Der Hersteller des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V setzt zunehmend auf Twitter-Werbung, um die Öffentlichkeit im Westen und vor allem auch in Deutschland von seinem Vakzin zu überzeugen. Paul C. Strobel, Social-Media-Chef der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), hat beobachtet: "Die Twitter-Ad, die mir derzeit am aggressivsten in die Timeline gedrückt wird, ist diese von @sputnikvaccine." In seinem Thread schreibt er: "Schauen wir uns doch mal den Account und seinen Hintergrund genauer an. Mein Verdacht: So seriös, wie er tut, ist er nicht." Der Standard aus Wien argwöhnt, dass der Sputnik-Hersteller "auf seinem Twitter-Account sachliche Informationen mit Regierungspropaganda" vermischt.

Während die Hersteller anderer Impfstoffe wie BioNTech, AstraZeneca und Moderna auf ihren Social-Media-Kanälen vor allem sachlich informieren, zitiert der russische Hersteller gerade auf Twitter vor allem Berichte, in denen die Qualität von Sputnik V angepriesen wird. Weiteres zentrales Thema ist dort das angebliche Impfversagen in Ländern, in denen der russische Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Der Standard nennt diese Kommunikation "fast schon aggressiv". Entwickler von Sputnik V ist das Moskauer Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie. Um die Vermarktung kümmert sich der "Russische Fonds für Direktinvestitionen" (RFPI), der eng mit Wladimir Putin und dessen Tochter Katerina Tichonowa verwoben ist. An Lob für den Präsidenten fehlt es auf dem Twitter-Konto von Sputnik V deshalb nicht. Twitter hat auf diese offensichtliche politische Werbung bisher noch nicht reagiert.

Twitter-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Twitter angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Suez-Schiff: Gags überfluten das Netz

Das im Suezkanal gestrandete chinesische Frachtschiff Ever Given könnte für Versorgungsengpässe und für steigende Preise gerade bei Elektronikprodukten sorgen. Weil sich durch die Blockade eines der weltweit wichtigsten Handelswege mittlerweile Hunderte von Schiffen am Suezkanal stauen, funktionieren Lieferketten nicht mehr. Hersteller müssen auf dringend erwartete Zulieferteile und Komponenten warten. CNBC fasst die Konsequenzen so zusammen: "Einige der unmittelbaren Auswirkungen sind höhere Benzinpreise und längere Lieferfristen für die meisten Konsumgüter, von Möbeln bis hin zu Elektronik."

Derweil wird die Geschichte rund um den festgefahrenen Kutter immer skurriler. Wie die Schifffahrts-Experten von VesselFinder per GPS festgestellt haben, vollführte die Crew der Ever Given vor ihrer Einfahrt in den Suezkanal ein Manöver, bei dem sie das Bild eines Penis aufs Meer zeichnete. Über die Details berichtet der Spiegel. Und die sozialen Medien werden mit Memes und Gags rund um das gestrandete Schiff überflutet – Beispiele gibt es hier, hier und hier. Mit unserem Lieblings-Tweet von einem beschaulichen englischen Kanal verabschieden wir uns bis Montag und wünschen ein schönes Wochenende.

Twitter-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Twitter angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Twitter-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Twitter angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.