• AirTags-Luxus: Die Preise für edles AirTags-Zubehör steigen täglich. Offiziell verkauft Apple einen Gepäckanhänger von Hermès für 449 Euro als teuerstes Accessoire. Aber es geht noch teurer: Die Franzosen haben jetzt einen Leder-Adressanhänger für 699 Euro nachgelegt.
Für 699 Euro: Mal sehen, wie viele Anhänger dieser Anhänger findet.

Für 699 Euro: Mal sehen, wie viele Anhänger dieser Anhänger findet.

  • Zensur bei den AirTags: Online-Besteller können sich die Rückseiten der neuen Sachen-Finder AirTags mit Emojis verzieren lassen. Dabei erlaubt Apple aber nicht jede Emoji-Kombination. Ein Pferd und ein dampfender Haufen "Poo" (aka "Horse Shit") schaffen es beispielsweise nicht durch den Bestellfilter.
  • Das iMac-Netzteil: Apple hat für seinen bunten Alles-in-einem-Rechner erneut ein neues Netzteil entwickelt, für das Ersatz teuer sein wird. Der magnetische Stecker enthält sowohl die gesamte Ladeelektronik als auch einen Ethernet-Port. Hintergrund: Früher befanden sich diese Komponenten im Inneren des iMac. Sie ins Netzteil zu packen, hilft beim Bau eines extrem flachen Rechners.
  • Das iMac-Kinn: Zur Enttäuschung vieler Fans ist der Bildschirm des neuen 24-Zoll-iMacs erneut nicht randlos. Vor allem das ungeliebte dicke "Kinn" unter dem Display bleibt erhalten. In diesem Bereich sind im Inneren die beiden Lüfter des Rechners versteckt. Ohne Kinn hätte Apple den iMac deutlich dicker bauen müssen. "Für Apple kommt es darauf an, dass der Rechner aus allen 360-Grad-Winkeln gut aussieht. Und deshalb war es wichtig, dass er so dünn ist", so Analyst Dan Ives.
Kinn-Win-Situation: Der dicke Rand unter dem iMac-Display wird für die Lüftung gebraucht.

Kinn-Win-Situation: Der dicke Rand unter dem iMac-Display wird für die Lüftung gebraucht.

  • iPad Pro ohne Rand: So spektakulär schnell Apples neues Profi-Tablet auch ist – ganz ohne Rand um den Bildschirm lässt sich das iPad offenbar noch nicht bauen. Die Spezialisten von Yanko Design zeigen, wie genial ein wirklich randloses iPad aussehen könnte. Vielleicht ist es in ein paar Jahren soweit.
  • Die bessere Fernbedienung: Die Fernsehbox Apple TV bleibt weiterhin ein unauffälliges schwarzes Kästchen. Aber das Design der Fernbedienung aka "Siri Remote" hat Apple komplett geändert. Ob sie besser funktioniert als ihr unbeliebter Vorgänger, müssen Tests zeigen. Aber The Verge lobt schon mal, dass die Aufschriften und Knöpfe durch das neue silberne Alu-Design deutlich besser abzulesen sind als bei der bisherigen schwarzen Fernbedienung.

Elon Musk wird Moderator von Saturday Night Live

Dass VW-Chef Herbert Diess die "Heute-Show" im ZDF moderiert, ist fürs Erste nicht zu erwarten. US-Kollege Elon Musk ist Show-technisch ein ganz anderes Kaliber. Der Tesla-Boss hat am 8. Mai seinen großen Auftritt als Moderator der legendären US-Comedyshow "Saturday Night Live". "Ich werde Gastgeber von SNL", verkündete Musk am Wochenende stolz per Twitter und holte sich dafür rund 300.000 Likes ab. Gleichzeitig bestätigte auch NBC seinen "Neuzugang". Bei "Saturday Night Live", das seit 1975 die USA und die US-Politik aufs Korn nimmt, ist es Tradition, dass Prominente aus anderen Bereichen den Eröffnungs-Stand-up halten und dann auch in den Sketchen mitspielen. Dass nun der Egozentriker Musk zum Zug kommt, sorgt aber auch für Kritik nach dem Motto "Es gibt wenige Dinge auf der Welt, die ich weniger gern sehen würde als Elon Musk als Moderator von SNL".

In der aktuellen Staffel, die am 8. Mai mit dem Musk-Auftritt zu Ende geht, waren unter anderem bereits Sängerin Adele und Schauspieler Jason Bateman als Gastgeber zu sehen. Selbst Donald Trump hat bereits zweimal diese Rolle übernommen, letztmals 2015 zu Beginn seiner Präsidentschaftskampagne. Später verdüsterte sich das Verhältnis zwischen Trump und den SNL-Machern deutlich, Trump war nicht amüsiert über die grandiosen Parodien von Alec Baldwin aus dem Oval Office. Als musikalischen Gast (auch das ist Tradition) präsentiert Elon Musk Miley Cyrus. Im Kerngeschäft läuft’s weniger ideal für den Elektroauto-Guru: Im Test von Auto, Motor und Sport landete das Tesla Model Y krachend auf dem sechsten und letzten Platz. Fazit zum lieblos zusammengeschusterten US-Vehikel: "Antrieb top, Komfort und Verarbeitung flop." Den Sieg holte sich der BMW iX 3.

Donald Trump: Jetzt twittert er auf Papier

Apropos Donald Trump: Er ist nicht mehr da, sorgt bisweilen aber immer noch für Wirbel. Nachdem seine Twitter-Sperre nach wie vor gilt, muss sich der Ex-Präsident neue Vertriebskanäle für seine nicht mehr ganz so gefragte Meinung suchen. Sein neues Lieblingsinstrument ist die gute alte Pressemitteilung, die er per E-Mail verschickt. Wie Business Insider aufgefallen ist, hält sich Trump dabei nach wie vor nicht mit langen, komplizierten Inhalten auf. Seine Mitteilungen, die er unter dem pompösen Briefkopf "THE OFFICE OF DONALD J. TRUMP" mit US-Adler verschickt, klingen nach wie vor wie Tweets – nur, dass er jetzt quasi auf Papier twittert.

Empfänger lesen die bewährte Mischung aus Schwindeleien und Fake News, so wie hier: "Ich hoffe, dass sich alle, die ihre COVID-19 (oft auch China-Virus genannt)-Impfung bekommen, daran erinnern, dass sie ohne mich als Präsidenten diesen wundervollen 'Schuss' frühestens in fünf Jahren erhalten würden, wenn überhaupt. Ich hoffe, niemand vergisst das!" In einem Interview mit seinem (einstigen?) Haus- und Hofsender FOX News verriet Trump jetzt, dass er Pressemitteilungen "viel eleganter" finde als das ohne ihn "sehr langweilig gewordene Twitter". Trumps Diss für sein früheres Lieblingsmedium: "Als ich vor Jahren mit Twitter anfing, war es wie eine gescheiterte Sache. Dann wurde es aufregend. Und ich denke, ich hatte eine Menge damit zu tun, um ehrlich zu sein." Trump plant nach eigenen Angaben weiterhin den Start einer eigenen Social-Media-Plattform.

Cyberpunk 2077: Riesenerfolg mit Riesenflop

"Cyberpunk 2077", retro-futuristisches Rollenspiel des polnischen Entwicklers CD Projekt RED, gilt längst als Sinnbild für überambitionierte Games, die wegen zahlloser Fehler und schlussendlich überforderter Entwickler die Erwartungen der Spieler nie erfüllen konnten. Das Bug-Festival von Cyberpunk ist längst legendär. Und selbst einigermaßen fehlerfreie Versionen vor allem für PlayStation 4 und Xbox One hat das Studio aus Warschau bis heute nicht zustande gebracht. Finanziell hat sich der Murks bei der Entwicklung trotzdem gelohnt – was kein gutes Signal für die Spielebranche ist. Wie die jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen zeigen, hat CD Projekt RED 2020 einen Rekordumsatz von rund 466 Millionen Euro eingefahren. Und das, obwohl Cyberpunk erst am 10. Dezember erschienen ist und sich dann bis Jahresende 13,7 Millionen Mal verkaufte.

Damit vervierfachte sich der Umsatz des Studio gegenüber dem Jahr davor. Und die Verkäufe 2021 sind dabei noch nicht einmal eingerechnet. Im Vergleich zu diesen gewaltigen Zahlen fallen die Entschädigungen und Rückzahlungen, die CD Projekt RED an enttäuschte und verärgerte Käufer zahlen musste, laut ArsTechnica recht überschaubar aus. 2020 musste das Studio 10,7 Millionen Euro an Rückzahlungen leisten. Für 2021 rechnet es laut Bilanz mit weiteren 31,7 Millionen Euro. Finanziell war der Riesenflop also ein Riesenerfolg – mit dem dicken Wermutstropfen für die Polen, dass sich ihr Aktienkurs bis heute nicht vom Cyberpunk-Fiasko erholt hat.

Im Falle eines Phallus! Facebook löscht Porno-Spargel

Der berüchtigte Porno-Filter von Facebook hat wieder zugeschlagen. Weil menschliche Kontrolleure das Sichten der Inhalte längst nicht mehr bewältigen können, analysiert das Netzwerk Fotos und Texte ebenso wie seine Konkurrenten mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Jetzt hat sich herausgestellt, dass der Algorithmus keinen Spargel mag. Wie der Standard berichtet, hat Facebook ein Foto von weißem Spargel gelöscht, das der niederösterreichische Lebensmittelhändler ÖGreissler in dem Netzwerk gepostet hatte.

Die künstliche (Un)Intelligenz stufte das phallische und offenbar sexuell explizite Gemüse als „Inhalt für Erwachsene“ ein und löschte das Foto. Der Händler reagierte amüsiert und überlegt, wie sich der Zuckerberg-Filter überlisten lässt: "Ich versuche es mal nur mit Grünspargel, denn die Amis kennen keinen weißen Spargel", schrieb der Händler. Andere Möglichkeit: Schön dick Sauce Hollandaise über die Spitzen kippen! Das ist zwar schlecht für die Figur, aber gut für Facebook.

Jetzt einen seriösen Übergang zu finden, ist nicht einfach. Deshalb nur so viel: An dieser Stelle präsentiert der Kollege Michael Gronau aus Berlin an den nächsten drei Tagen wieder mit viel Stehvermögen die spannendsten Tech-News. Wir wünschen anregendes Lesen!

Köpfchen in die Höh! Dieser Food-Porn ist Facebook zu sexy.

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.