Persönliche Daten als Währung

Anders als in anderen Ländern sind die Deutschen generell weniger bereit, persönliche Daten im Tausch gegen ein besseres Einkaufserlebnis zur Verfügung zu stellen. Während in China die überwiegende Mehrheit der befragten Personen keine Probleme damit hat, etwa ihre Gesundheits- oder Standortdaten zu teilen, sind es in Brasilien und den USA deutlich weniger. Am sensibelsten sind hier aber die Deutschen: Gerade einmal 29 Prozent wären bereit, ihre persönlichen Vorlieben mit Unternehmen zu teilen, 26 Prozent würden ihre Standortdaten und 35 Prozent ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen. Für deutsche Anwender einigermaßen erstaunlich dürfte sein, dass 67 Prozent aller Chinesen bereit wären, sogar ihre Chatverläufe im Austausch gegen Waren oder Services preiszugeben. Hierzulande würden das gerade einmal 20 Prozent der befragten Menschen tun.  

Digitale Lösungen sind gefragt 

Für Wirecard liegt der Schlüssel zum Erfolg für Einzelhändler in Zukunft alles in allem darin, mobile Angebote besser in ihre Infrastruktur zu integrieren und den Trend in Richtung Smart Home nicht zu verschlafen. "Einige Einzelhändler haben hier noch Nachholbedarf", sagt dazu Jörn Leogrande. "Oftmals sind selbst einfache Lösungen wie das Bezahlen per Handy oder andere digitale Zahlungsmethoden weltweit noch nicht flächendeckend verfügbar." Es sei daher für viele Händler an der Zeit, über Investitionen in die neueste Zahlungstechnologie nachzudenken. Denn in der aktuellen Corona-Pandemie hat sich seiner Ansicht nach sehr deutlich gezeigt, dass digitale Pioniere die Krise besser gemeistert hätten und stabiler durch die letzten Wochen gekommen sind.