Tatsächlich enthalten nicht alle Rezepte Bertolli-Produkte, andererseits zeigt die URL klar, wer der Absender ist: https://blog.bertolli.de. "Die Logik von Bertolli ist schon ein bisschen speziell", urteilt Foodbloggerin Stefanie Bamberg. "Wenn also nicht groß die Marke im Blog-Header steht, ist es redaktionell und man darf wild in der Gegend rumposten?"

Verhindern ließ sich der #Dishstorm jedoch nicht mehr: Die Foodblogger, die dem Bertolli-Team größtenteils ihre Naivität nicht abnahmen, drehten kurzerhand den Spieß um und kommentierten eifrig mit Links zu eigenen (Nachtisch-)Rezepten, die wie in diesem Falle gar nichts mehr mit dem ursprünglichen zu tun hatten: 

Wie sollte Bertolli reagieren? Auch hier gibt es bereits Vorschläge: "Wenn Bertolli 1865 schlau ist nehmen sie jetzt Kontakt zu den Bloggern auf und fragen sie, ob sie die Rezepte für ein Buch benutzen können. Die Einnahmen werden dann zu 100% für einen guten Zweck gespendet. Bitte. Danke.", so zum Beispiel Social Media-Experte Marc Breidbach.

Die Foodblogger nutzen den Social Media-Buzz gleich für die nächste Idee. Die Küchenchaotin Mirja Hoechst hat zum #Pestostorm aufgerufen. Wie man sich beteiligt, erklärt sie hier in ihrem Blog-Post.



Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".